Produkttester werden:Seriöse Plattformen und echter Verdienst

Für Nutzertests bezahlt werden, neue Produkte behalten oder Apps testen: Hier siehst du, welche Plattformen seriös sind, was du realistisch bekommst und woran du Fake-Angebote erkennst.

Die drei besten Wege im Vergleich

Geld gibt es vor allem für Nutzertests und Interviews. Wer lieber Produkte behält, ist bei den Testprogrammen im Handel richtig. App- und Spieletests bringen Dollar, aber erst ab einer hohen Auszahlungsgrenze.

  • App- und Spieletests

    Testerheld

    Handyspiele und Apps testen, Ziele erreichen, Umfragen ausfüllen

    60 €Auszahlungsgrenze laut AGB seit 16.10.2026

    • Spiele und Apps statt Pakete
    • ab 18, Gesichtsprüfung
    • Trustpilot 4,3 (7.509 Bewertungen)
    Testerheld im Check
  • Produkt behalten

    dm, REWE & Co.

    Neue Produkte aus dem Handel kostenlos testen und bewerten

    0 €du zahlst nichts und behältst das Produkt

    • Tester werden ausgelost
    • Bewertung ist Pflicht
    • zählt steuerlich als Sacheinnahme
    So kommst du an Behaltetests

Weitere Plattformen

  • Spiele und Umfragen

    empfohlen.de

    Trustpilot4,4 von 5

    • Aufgaben dauern meist 15 bis 20 Minuten
    • gleiche Adresse und Geschäftsführung wie Testerheld
    • Kritik: Kontosperren und Tracking-Probleme
    Zur Website
  • Umfragen

    Toluna

    VergütungPunkte je Umfrage

    • Punkte je nach Länge der Umfrage
    • Trustpilot 4,2 bei über 259.000 Bewertungen
    • Kritik: langsame Prämien, Sperren
    Zur Website
  • Umfragen

    Meinungsplatz

    Auszahlungab ca. 20 €

    • Bilendi GmbH aus Berlin
    • 2,5 Mio. Mitglieder in Europa
    • Überweisung oder Spende, Trustpilot 4,4
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  • Umfrage-App

    Appinio

    Vergütungkleine Beträge

    • kurze Umfragen direkt in der App
    • Trustpilot 4,1 bei 803 Bewertungen
    • Kritik: Auszahlungsprobleme, Sperren
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  • Software-Tests

    Testbirds

    pro Test10 bis 50 €

    • Apps und Websites über die Plattform Nest
    • laut Ratgebern 1 bis 5 € je gefundenem Fehler
    • Trustpilot 3,6, Kritik an der Bezahlung
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  • Aufträge vor Ort

    Streetspotr

    Auszahlungper PayPal

    • kleine Prüfaufträge im Laden und Umfragen
    • Geld 30 Tage nach Anforderung
    • Streetspotr GmbH aus Nürnberg
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  • Markenprojekte

    trnd

    BelohnungProdukt behalten

    • Testprojekte etwa von Mixa, GLISS, Rexona
    • Bewerbung pro Projekt, Follower zählen mit
    • Trustpilot 4,1 bei 171 Bewertungen
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  • Umfrage-Panel

    Pinecone Research

    pro Umfragebis 5 €

    • laut Testbericht 1 bis 2 Umfragen im Monat
    • ein Mitglied pro Haushalt
    • Trustpilot nur 1,3 von 5
    Zur Website

Angaben laut Anbietern, Trustpilot (abgerufen am 26.10.2026) und Testberichten. Ich habe die Plattformen nicht selbst genutzt, keiner der Links ist ein Partnerlink.

Vorweg ehrlich: Ich habe selbst keine Produkttests gemacht. Diese Seite fasst zusammen, was die Plattformen angeben, was Nutzer auf Trustpilot berichten und wovor Verbraucherzentralen warnen.

Drei Arten von Produkttests

„Produkttester gesucht“ kann sehr Unterschiedliches heißen. Bevor du dich anmeldest, lohnt es sich zu wissen, welche Art von Test du willst:

  • Nutzertests und InterviewsDu klickst dich durch eine Website oder App und sagst laut, was du denkst, oder sprichst im Videocall über ein Produkt. Bezahlt wird in Geld. Zum Beispiel: TestingTime, Testbirds.
  • Produkte testen und behaltenEin neues Duschgel, eine Zahnbürste oder ein Gerät kommt nach Hause. Du bewertest es und darfst es behalten. Geld gibt es nicht. Zum Beispiel: dm, REWE, trnd.
  • Apps, Spiele und UmfragenDu installierst Handyspiele oder füllst Fragebögen aus und sammelst Punkte oder Dollar, bis die Auszahlungsgrenze erreicht ist. Zum Beispiel: Testerheld, Toluna, Meinungsplatz.

Was du realistisch verdienst

Reich wird man mit Produkttests nicht. Die bezahlten Nutzertests sind das Lukrativste, aber du wirst nicht für jede Studie ausgewählt. Bei Spiele- und Umfrageplattformen dauert es oft Wochen, bis die Auszahlungsgrenze erreicht ist.

Bezahlung nach Art des Tests
ArtBezahlungHaken
Nutzertest oder Interviewvor Ort am besten bezahlt, Online-Umfragen am schlechtestenAuswahl per Fragebogen, nicht jeder kommt dran
App- und SpieletestsAuszahlung erst ab 60 €Spielziele brauchen oft Tage bis Wochen
Online-UmfragenCent-Beträge bis wenige Euro5 bis 20 Minuten je Umfrage
Behaltetest im HandelProdukt statt GeldTester werden ausgelost, Bewertung ist Pflicht

Faustregel von MonsterDealz: Wer 50 € oder mehr für einen einfachen Produkttest verspricht, ist fast immer ein Fake.

Die Plattformen im Detail

Produkte testen und behalten

Wer kein Geld, sondern Produkte will, bewirbt sich direkt bei Händlern und Marken. Du bekommst das Produkt kostenlos, musst es aber bewerten. Die Plätze werden meist ausgelost oder nach Profil vergeben:

Testprogramme, bei denen du das Produkt behältst
ProgrammSo kommst du reinDeine Pflicht
dmab 16 Jahren, Tester werden ausgelostBewertung auf dm.de
REWE Produkttestsab 18 Jahren, Auswahl nach Profil, Gutschein für den MarktBewertung innerhalb der Frist
MediaMarkt TestpilotenBewerbung pro GerätTestbericht, Gerät darf man oft behalten
trndBewerbung pro Projekt, Reichweite zählt mitProdukt teilen und Feedback geben
KonsumgöttinnenBewerbung pro Test, laut eigener Angabe über 300.000 TesterinnenTestbericht
Amazon Vinenur auf EinladungRezension, Wert wird ans Finanzamt gemeldet

Ein eigenes Testerprogramm von Rossmann oder Lidl habe ich nicht gefunden. Der oft genannte „Testerclub“ gehört übrigens zu ALDI Süd, nicht zu dm.

In 4 Schritten starten

  1. Zwei bis drei Plattformen auswählenAm besten eine für bezahlte Nutzertests und eine für Behaltetests. So bekommst du mehr Einladungen, ohne den Überblick zu verlieren.
  2. Profil vollständig ausfüllenAlter, Haushalt, Geräte, Interessen: Je genauer das Profil, desto öfter passt du zu einer Studie.
  3. Kurzfragebögen ehrlich beantwortenDie meisten Tests beginnen mit einem Screener. Wer schummelt, fliegt bei der Prüfung raus oder wird gesperrt.
  4. Pünktlich und gründlich testenWer zuverlässig liefert, wird öfter eingeladen. Notiere dir, was du auf welcher Plattform verdient hast, für die Steuer.

Steuern und Fake-Check

Zwei Themen werden bei Produkttests oft unterschätzt: die Steuer und Betrüger, die mit angeblichen Testerjobs an deine Daten wollen.

Bevor du loslegst Zwei Dinge, die Produkttester kennen sollten

Die 256-Euro-Grenze

Einkünfte aus gelegentlichen Tests, also Einnahmen minus Kosten, sind bis 255,99 € im Jahr steuerfrei. Ab 256 € ist der gesamte Betrag steuerpflichtig, nicht nur der Teil darüber.

250 € verdient 0 € zu versteuern
260 € verdient 260 € zu versteuern

Behaltene Produkte zählen als Sacheinnahme mit ihrem Wert. Wer angestellt ist, profitiert unter Umständen vom Härteausgleich bis 410 €.

Echt oder Fake?

  • Vorkasse, Anmeldegebühr oder Abo
  • Kontakt nur über WhatsApp oder Telegram
  • Ausweis, Selfie oder Video-Ident gleich zu Beginn
  • 50 € oder mehr für einen einfachen Test
  • Zusage nach wenigen Stunden, ohne Auswahl
  • Anmeldung kostenlos und ohne Kaufpflicht
  • Impressum mit echter Firma und Adresse
  • Beträge passen zum Aufwand

Quellen: § 22 Nr. 3 EStG, Bund der Steuerzahler (24.01.2024), Verbraucherzentrale Niedersachsen (10.04.2026) und Verbraucherzentrale Bundesverband (31.08.2026). Keine Steuerberatung.

Besonders perfide ist das sogenannte Job-Scamming: Angebliche „Bank-Tester“ oder „Kunden-Service-Tester“ sollen per Video-Ident ein Konto eröffnen. Das Konto gehört dann zwar dir, wird aber von Betrügern für Geldwäsche genutzt. Die Verbraucherzentrale warnt ausdrücklich davor. Bei Amazon Vine meldet Amazon den Wert der Produkte seit DAC7 an die Steuerbehörden.

Häufige Fragen zu Produkttests

Du meldest dich kostenlos bei einer seriösen Plattform an, füllst dein Profil aus und bewirbst dich auf einzelne Tests. Für bezahlte Nutzertests ist TestingTime die bekannteste Adresse, für Produkte zum Behalten die Testprogramme von dm und REWE.

Meist ein Taschengeld. Bei TestingTime dauern Studien meist 30 bis 90 Minuten, am besten bezahlt sind Tests vor Ort. Schweizer Erfahrungsberichte nennen 6 CHF für kurze Online-Tests und 120 CHF für eine Stunde vor Ort. Bei App- und Spieletests wie Testerheld wird erst ab 60 € ausgezahlt. Bei Behaltetests bekommst du kein Geld, sondern das Produkt.

Nein. Seriöse Plattformen sind kostenlos. Wer Vorkasse, eine Anmeldegebühr oder ein Abo verlangt, ist unseriös.

Ja. dm (ab 16 Jahren) und REWE (ab 18 Jahren) lassen Tester neue Produkte kostenlos ausprobieren. Die Tester werden ausgelost oder nach Profil ausgewählt, eine Bewertung ist Pflicht.

Gelegentliche Einnahmen sind bis 255,99 € im Jahr steuerfrei. Ab 256 € ist der gesamte Betrag steuerpflichtig, weil es eine Freigrenze ist. Behaltene Produkte zählen als Sacheinnahme mit ihrem Wert dazu. Wer regelmäßig testet, kann gewerblich tätig sein.

Laut Verbraucherzentrale an Kontakt nur über WhatsApp oder Telegram, an Anfragen nach Ausweis, Selfie oder Video-Ident und an hohen Beträgen für wenig Aufwand. Besonders gefährlich sind angebliche „Bank-Tester“: Dabei wird ein Konto auf deinen Namen eröffnet und für Geldwäsche genutzt.

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Transparenz: Auf dieser Seite gibt es keine Partnerlinks. Quellen: Angaben der Anbieter, Trustpilot (abgerufen 26.10.2026), Verbraucherzentrale Bundesverband und Niedersachsen, Bund der Steuerzahler, § 22 Nr. 3 EStG, Stiftung Warentest, MonsterDealz und Techbook, Stand 26.10.2026. Keine Steuerberatung.