Haushaltsbuch führen:Excel-Vorlage, App oder Unterkonten?

Drei Wege zum Überblick über dein Geld: meine kostenlose Excel-Vorlage, Pocketing mit Unterkonten, wie ich es bei C24 mache, oder eine App, die alles automatisch auswertet.

Drei Wege im direkten Vergleich

Ich selbst kombiniere die Excel-Vorlage mit Pockets bei C24: Die Vorlage zeigt, wohin das Geld geht, die Unterkonten sorgen dafür, dass das Budget hält. Wer es vollautomatisch mag, nimmt eine App.

Nutze ich selbst
C24
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C24 Pockets

★★★★★

Pocketing: jedes Budget auf einem eigenen Unterkonto

  • Kontoführung0 € (Smart)
  • Pocketsbis 4, je mit eigener IBAN
  • Mehr Pocketsbis 20 in Plus und Max
  • Zinsen0,75 % bis 5.000 € je Pocket
  • Aufwandeinmal einrichten
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FINANZGURU
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Finanzguru

★★★★ ★

App, die Konten automatisch auswertet und Verträge findet

  • KostenBasis 0 €, Plus 0,99 €/Woche
  • Kontoanbindungüber 4.000 Banken
  • Verträge erkennenja, auch kündigen
  • Budgetsnur mit Plus
  • PlattformiOS & Android
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Weitere Haushaltsbuch-Apps und Konten

Preise laut Anbieter bzw. App Store, Stand 26.10.2026. Die weiteren Apps habe ich nicht selbst getestet, keiner der Links ist ein Partnerlink.

Wohin das Geld geht

Bevor du ein Haushaltsbuch anlegst, hilft ein Blick auf den Durchschnitt. So verteilen sich die Konsumausgaben eines Haushalts in Deutschland:

Destatis 2024 Wohin das Geld eines Haushalts geht Durchschnittliche Konsumausgaben pro Haushalt und Monat: 3.257 €
  1. Wohnen und Energie 1.181 €36,3 %
  2. Lebensmittel und Getränke 457 €14 %
  3. Verkehr 448 €13,8 %
  4. Freizeit, Sport, Kultur 309 €9,5 %
  5. Restaurant und Hotel 215 €6,6 %
  6. Möbel und Haushaltsgeräte 148 €4,5 %
  7. Handy, Internet, Medien 140 €4,3 %
  8. Kleidung und Schuhe 114 €3,5 %
  9. Gesundheit 110 €3,4 %
  10. Sonstiges 135 €4,1 %

64 % gehen in nur drei Bereiche: Wohnen, Lebensmittel und Verkehr. Genau dort lohnt der Blick ins Haushaltsbuch am meisten.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Laufende Wirtschaftsrechnungen 2024, rund 12.000 Haushalte ohne Selbstständige. Sonstiges umfasst Bildung, Versicherungen und weitere Waren und Dienstleistungen.

Deine Zahlen sehen vermutlich anders aus, genau das macht ein Haushaltsbuch sichtbar. Typisch sind zwei Überraschungen: Kleine Beträge wie Abos, Kaffee unterwegs oder Lieferdienste summieren sich stärker als gedacht, und unregelmäßige Ausgaben wie Versicherungen oder Geschenke werden oft vergessen.

Welcher Weg passt zu dir?

Excel-Vorlage, Pocketing und App im Vergleich
MerkmalExcel-VorlagePockets (C24)App (Finanzguru)
Aufwand~10 Min. pro Wocheeinmal einrichtenfast keiner
Kosten0 €0 € (C24 Smart)Basis 0 €, Plus kostenpflichtig
Daten bleiben bei dirjaja, bei deiner Banknein, Kontozugriff nötig
Budget wirklich getrenntneinja, je Pocket ein Kontonein
Lerneffektsehr hochhochmittel
Passt zuEinsteigern und Zahlenmenschenallen, die Disziplin automatisierenBequemen mit vielen Konten

Die drei Wege im Detail

Pocketing in 5 Töpfen

Beim Pocketing verteilst du dein Geld direkt nach Gehaltseingang per Dauerauftrag auf Unterkonten. Der Kontostand ist dann das Budget: Ist das Spaß-Pocket leer, wird der Rest des Monats eben ruhiger. So sieht eine Aufteilung bei 2.500 € netto aus:

  • FixkostenMiete, Energie, Versicherungen, Abos: alle Lastschriften 1.250 €50 %
  • LebenLebensmittel, Drogerie, Alltag 500 €20 %
  • SpaßRestaurant, Hobby, Shopping. Leer ist leer. 250 €10 %
  • Notgroschenbis 3 bis 6 Monatsausgaben erreicht sind 250 €10 %
  • InvestierenSparplan direkt vom Pocket 250 €10 %

Die Prozente sind ein Startpunkt, keine Regel. Wer in einer teuren Stadt wohnt, braucht mehr für Fixkosten. Wichtig ist nur, dass Sparen und Investieren als eigener Topf zuerst abgehen und nicht am Monatsende aus dem Rest.

So hältst du durch

Das hilft

  • Feste RoutineEinmal pro Woche 10 Minuten: Kartenzahlungen aus dem Online-Banking übernehmen.
  • Wenige KategorienMit 10 bis 15 Kategorien startest du gut, zu feine Raster scheitern in Woche zwei.
  • Eine Stellschraube pro MonatAm Monatsende genau eine Sache ändern, etwa ein Abo kündigen.

Das bremst

  • PerfektionismusEin vergessener Kaffee ist egal, das Aufhören nicht.
  • Kein ZielOhne „wofür?“ fehlt ab dem zweiten Monat die Motivation. Ein Sparziel hilft.
  • Unregelmäßige AusgabenVersicherungen und Geschenke als monatlichen Betrag einplanen.

Was sagt Stiftung Warentest?

Im letzten Test von Haushaltsbuch-Apps (Finanztest 11/2023, 13 Apps) lagen Apps mit Kontoverknüpfung vorn. Die Testsieger-App kostete 3,99 € im Monat und bekam die Note „gut“. Die beste App ohne Kontoanbindung, Money Manager, kam nur auf „befriedigend“. Einen neueren Test gibt es bisher nicht. Wichtig ist am Ende ohnehin weniger die App als die Gewohnheit, regelmäßig hinzuschauen.

Häufige Fragen zum Haushaltsbuch

Weil du nur steuern kannst, was du kennst. Ein durchschnittlicher Haushalt gibt laut Statistischem Bundesamt 3.257 € im Monat für Konsum aus, fast zwei Drittel davon für Wohnen, Lebensmittel und Verkehr. Wer ein paar Monate mitschreibt, sieht schnell, welche Abos, Lieferdienste oder Spontankäufe sich summieren.

Am einfachsten mit einer fertigen Vorlage: Ausgaben mit Datum, Kategorie und Betrag eintragen, einmal pro Woche mit dem Online-Banking abgleichen und am Monatsende auswerten. Meine kostenlose Excel-Vorlage rechnet die Auswertung automatisch.

Im letzten Test von Stiftung Warentest (Finanztest 11/2023) schnitten Apps mit Kontoverknüpfung besser ab, die Testsieger-App kostete 3,99 € im Monat und bekam „gut“. Beliebt sind Finanzguru (Basis kostenlos) und Outbank (3,99 € im Monat). Ohne Kontoanbindung war Money Manager die beste App, aber nur „befriedigend“.

Du teilst dein Geld direkt nach Gehaltseingang auf mehrere Unterkonten auf, zum Beispiel Fixkosten, Leben, Spaß, Notgroschen und Investieren. Ausgeben darfst du nur, was im jeweiligen Pocket liegt. Das ist die digitale Version des Umschlag-Systems und funktioniert ohne jede Buchführung.

Ich nutze C24: Im kostenlosen Smart-Konto sind bis zu 4 Pockets mit eigener IBAN enthalten, in Plus und Max bis zu 20. Bei N26 gibt es Spaces mit eigener IBAN erst in den kostenpflichtigen Konten ab 4,90 € im Monat.

Seriöse Apps greifen über die regulierte Banking-Schnittstelle zu und brauchen dafür eine Erlaubnis der BaFin. Finanzguru hat diese Erlaubnis als Kontoinformationsdienst seit 2019. Überweisungen gehen nur mit deiner eigenen Freigabe. Wer das nicht möchte, nutzt eine Vorlage oder eine App ohne Kontoanbindung.

Mindestens drei volle Monate, damit auch Ausgaben auftauchen, die nur alle paar Monate anfallen. Danach reicht es vielen, auf Pocketing umzustellen oder nur noch einzelne Kategorien im Blick zu behalten.

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Transparenz: Auf dieser Seite gibt es keine Partnerlinks. Die Excel-Vorlage ist kostenlos und ohne Anmeldung. Quellen: Angaben der Anbieter und App Stores (Stand 26.10.2026), Statistisches Bundesamt (Laufende Wirtschaftsrechnungen 2024), Stiftung Warentest Finanztest 11/2023.