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E-Auto

Rund 67 % günstiger „tanken“, THG-Prämie kassieren, keine Kfz-Steuer — aber der Kaufpreis ist höher. Rechne hier nach, ob sich der Umstieg für dich mehr lohnt als ein ETF-Investment.

Stand: 2026

E-Auto oder ETF — was bringt mehr?

Der faire Vergleich: Variante A zahlt den Mehrpreis fürs E-Auto und investiert jede laufende Ersparnis in einen ETF. Variante B fährt Verbrenner und legt den Mehrpreis direkt an.

Kaufpreis-Differenz zum vergleichbaren Verbrenner
Heimladen ~30 ct · öffentlich ~49 ct
Verkauf deiner CO₂-Einsparung — je nach Anbieter
Kfz-Steuer-Befreiung + weniger Verschleißteile
Vergleichsanlage, z. B. Welt-ETF
Ersparnis im 1. Jahr
1.292 €
Mehrpreis drin nach
6 Jahren
Vorteil nach 8 Jahren
+1.114 €
🔋 E-Auto · Mehrpreis bezahlt, laufende Ersparnis in den ETF14.860 €
📈 Verbrenner + ETF · 8.000 € direkt angelegt, normal getankt13.745 €
Das E-Auto lohnt sich finanziell: Über 8 Jahre stehst du rund 1.114 € besser da, als wenn du den Mehrpreis in einen ETF gesteckt hättest. Schlüssel sind günstiges Heimladen und eine hohe Fahrleistung.

Modellrechnung mit ~2 % Energiepreis-Steigerung p. a. · Restwerte, Versicherung und Förderungen nicht berücksichtigt · keine Anlage- oder Kaufberatung.

Wo das E-Auto wirklich spart

Sechs Kostenhebel — und warum die Lademöglichkeit alles entscheidet.

✓ ~67 % günstiger „tanken“

Wer zu Hause lädt (~30 ct/kWh), zahlt pro 100 km rund 5 € — der Benziner liegt bei 13–15 €. Bei 12.000 km/Jahr sind das 800–1.000 € Ersparnis.

✓ THG-Quote: Geld fürs Fahren

Als E-Auto-Halter verkaufst du deine CO₂-Einsparung jährlich an Quotenhändler — je nach Anbieter und Marktlage 80–330 € pro Jahr.

✓ Kfz-Steuer: 0 €

Reine E-Autos sind von der Kfz-Steuer befreit (bei Erstzulassung bis Ende 2025 sogar bis 2030) — beim Verbrenner werden je nach Modell 100–300 €/Jahr fällig.

✓ Weniger Wartung

Kein Ölwechsel, kein Auspuff, kaum Bremsverschleiß dank Rekuperation: Werkstattkosten liegen rund 30–40 % unter dem Verbrenner.

✓ Dienstwagen-Joker

Bei Gehaltsumwandlung gilt für E-Autos die 0,25-%-Regel statt 1 % — das macht den Firmenwagen massiv günstiger.

✓ Eigene PV = Jackpot

Wer mit Solarstrom vom eigenen Dach (oder Balkonkraftwerk) lädt, drückt die „Spritkosten“ Richtung null.

Die wichtigste Stellschraube: dein Ladestrom. Heimladen für ~30 ct/kWh kostet bei 17 kWh/100 km rund 5,10 € pro 100 km. Der Benziner (7 l × 1,85 €) liegt bei 12,95 €. An teuren Schnellladesäulen (79 ct) zahlst du dagegen 13,40 € — mehr als der Verbrenner. Wer regelmäßig günstig laden kann, gewinnt.

THG-Quote: Die Prämie, die viele verschenken

Einmal im Jahr 5 Minuten investieren, bis zu dreistellig kassieren.

1. Anbieter wählen — Quotenhändler bündeln die CO₂-Einsparungen vieler E-Autos und verkaufen sie an Mineralölkonzerne. Vergleiche Festpreis- vs. Flex-Angebote.

2. Fahrzeugschein hochladen — mehr brauchst du nicht. Voraussetzung: Du bist Halter eines reinen Batterie-Elektroautos (keine Hybride).

3. Prämie erhalten — je nach Marktlage und Anbieter 80–330 € pro Jahr, Auszahlung meist nach wenigen Wochen. Jedes Jahr neu beantragen!

Steuer-Hinweis: Für Privatpersonen ist die THG-Prämie einkommensteuerfrei.

Für wen sich das E-Auto 2026 lohnt

Ehrliche Einordnung statt Pauschal-Empfehlung.

✅ Klarer Fall fürs E-Auto

  • Vielfahrer ab ~12.000 km/Jahr mit Heimlademöglichkeit
  • Eigene PV-Anlage oder günstiger Nachtstrom-Tarif
  • Dienstwagen-Fahrer (0,25-%-Versteuerung)
  • Zweitwagen für Pendelstrecken mit Lademöglichkeit

🤔 Lieber zweimal rechnen

  • Wenigfahrer unter ~8.000 km/Jahr — die Ersparnis holt den Mehrpreis kaum rein
  • Laden nur an öffentlichen Säulen zu 49–79 ct/kWh
  • Häufige Langstrecke mit Zeitdruck und Schnelllade-Preisen
  • Sehr günstiger, sparsamer Gebraucht-Verbrenner als Alternative

Häufige Fragen zum E-Auto

Kosten, THG-Quote, Batterie — kompakt beantwortet.

Im Betrieb fast immer: Heimladen kostet pro Kilometer nur etwa ein Drittel des Benzins, dazu kommen THG-Prämie, Steuerbefreiung und niedrigere Wartungskosten. Die Frage ist der Kaufpreis: Der Mehrpreis muss durch die laufende Ersparnis wieder hereinkommen — genau das rechnet dir der Rechner oben aus, inklusive ETF-Vergleich.

Die Treibhausgasminderungsquote verpflichtet Mineralölkonzerne, CO₂ einzusparen. Als E-Auto-Halter kannst du deine Einsparung über Anbieter wie Geld-für-eAuto, Carbonify & Co. an sie verkaufen: Fahrzeugschein hochladen, Prämie kassieren — je nach Marktlage 80–330 € pro Jahr, einmal jährlich neu beantragen.

Schwieriger: An öffentlichen Säulen kostet die Kilowattstunde oft 49–79 ct — damit schrumpft der Kostenvorteil gegenüber dem Benziner deutlich oder kippt sogar. Faustregel: Wer zu Hause oder beim Arbeitgeber laden kann, spart fast immer. Wer ausschließlich öffentlich schnellllädt, sollte besonders genau rechnen.

Als Faustregel gilt 2026: ab etwa 10.000–12.000 km pro Jahr mit Heimlademöglichkeit und 4–5 Jahren Haltedauer ist das E-Auto im Gesamtkostenvergleich vorn. Vielfahrer profitieren überproportional — jeder Kilometer spart bares Geld.

Moderne Akkus halten deutlich länger als ihr Ruf: Hersteller garantieren meist 8 Jahre oder 160.000 km (mind. 70 % Kapazität). Beim Wertverlust haben sich Gebrauchtpreise für E-Autos stabilisiert; pauschal lässt sich der Restwert aber schwer vorhersagen — deshalb klammert der Rechner ihn bewusst aus und nennt das transparent.

Den alten Umweltbonus gibt es nicht mehr. Es bleiben die Kfz-Steuer-Befreiung, die THG-Quote, die 0,25-%-Dienstwagenregel und regionale Förderprogramme (z. B. für Wallboxen). Dafür sind die Listenpreise vieler E-Modelle 2025/2026 deutlich gefallen — der Mehrpreis zum Verbrenner schmilzt.

Weitere Sparmöglichkeiten

Mobilität ist nur einer von vielen Hebeln.

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Hinweis: Alle Zahlen sind sorgfältig recherchierte Richtwerte (Stand 2026) — Preise für Strom, Kraftstoff und THG-Quote schwanken. Der Rechner blendet Restwerte und Versicherung bewusst aus und ersetzt keine individuelle Beratung.