E-Auto oder ETF — was bringt mehr?
Der faire Vergleich: Variante A zahlt den Mehrpreis fürs E-Auto und investiert jede laufende Ersparnis in einen ETF. Variante B fährt Verbrenner und legt den Mehrpreis direkt an.
Modellrechnung mit ~2 % Energiepreis-Steigerung p. a. · Restwerte, Versicherung und Förderungen nicht berücksichtigt · keine Anlage- oder Kaufberatung.
Wo das E-Auto wirklich spart
Sechs Kostenhebel — und warum die Lademöglichkeit alles entscheidet.
✓ ~67 % günstiger „tanken“
Wer zu Hause lädt (~30 ct/kWh), zahlt pro 100 km rund 5 € — der Benziner liegt bei 13–15 €. Bei 12.000 km/Jahr sind das 800–1.000 € Ersparnis.
✓ THG-Quote: Geld fürs Fahren
Als E-Auto-Halter verkaufst du deine CO₂-Einsparung jährlich an Quotenhändler — je nach Anbieter und Marktlage 80–330 € pro Jahr.
✓ Kfz-Steuer: 0 €
Reine E-Autos sind von der Kfz-Steuer befreit (bei Erstzulassung bis Ende 2025 sogar bis 2030) — beim Verbrenner werden je nach Modell 100–300 €/Jahr fällig.
✓ Weniger Wartung
Kein Ölwechsel, kein Auspuff, kaum Bremsverschleiß dank Rekuperation: Werkstattkosten liegen rund 30–40 % unter dem Verbrenner.
✓ Dienstwagen-Joker
Bei Gehaltsumwandlung gilt für E-Autos die 0,25-%-Regel statt 1 % — das macht den Firmenwagen massiv günstiger.
✓ Eigene PV = Jackpot
Wer mit Solarstrom vom eigenen Dach (oder Balkonkraftwerk) lädt, drückt die „Spritkosten“ Richtung null.
THG-Quote: Die Prämie, die viele verschenken
Einmal im Jahr 5 Minuten investieren, bis zu dreistellig kassieren.
1. Anbieter wählen — Quotenhändler bündeln die CO₂-Einsparungen vieler E-Autos und verkaufen sie an Mineralölkonzerne. Vergleiche Festpreis- vs. Flex-Angebote.
2. Fahrzeugschein hochladen — mehr brauchst du nicht. Voraussetzung: Du bist Halter eines reinen Batterie-Elektroautos (keine Hybride).
3. Prämie erhalten — je nach Marktlage und Anbieter 80–330 € pro Jahr, Auszahlung meist nach wenigen Wochen. Jedes Jahr neu beantragen!
Steuer-Hinweis: Für Privatpersonen ist die THG-Prämie einkommensteuerfrei.
Für wen sich das E-Auto 2026 lohnt
Ehrliche Einordnung statt Pauschal-Empfehlung.
✅ Klarer Fall fürs E-Auto
- Vielfahrer ab ~12.000 km/Jahr mit Heimlademöglichkeit
- Eigene PV-Anlage oder günstiger Nachtstrom-Tarif
- Dienstwagen-Fahrer (0,25-%-Versteuerung)
- Zweitwagen für Pendelstrecken mit Lademöglichkeit
🤔 Lieber zweimal rechnen
- Wenigfahrer unter ~8.000 km/Jahr — die Ersparnis holt den Mehrpreis kaum rein
- Laden nur an öffentlichen Säulen zu 49–79 ct/kWh
- Häufige Langstrecke mit Zeitdruck und Schnelllade-Preisen
- Sehr günstiger, sparsamer Gebraucht-Verbrenner als Alternative
Häufige Fragen zum E-Auto
Kosten, THG-Quote, Batterie — kompakt beantwortet.
Im Betrieb fast immer: Heimladen kostet pro Kilometer nur etwa ein Drittel des Benzins, dazu kommen THG-Prämie, Steuerbefreiung und niedrigere Wartungskosten. Die Frage ist der Kaufpreis: Der Mehrpreis muss durch die laufende Ersparnis wieder hereinkommen — genau das rechnet dir der Rechner oben aus, inklusive ETF-Vergleich.
Die Treibhausgasminderungsquote verpflichtet Mineralölkonzerne, CO₂ einzusparen. Als E-Auto-Halter kannst du deine Einsparung über Anbieter wie Geld-für-eAuto, Carbonify & Co. an sie verkaufen: Fahrzeugschein hochladen, Prämie kassieren — je nach Marktlage 80–330 € pro Jahr, einmal jährlich neu beantragen.
Schwieriger: An öffentlichen Säulen kostet die Kilowattstunde oft 49–79 ct — damit schrumpft der Kostenvorteil gegenüber dem Benziner deutlich oder kippt sogar. Faustregel: Wer zu Hause oder beim Arbeitgeber laden kann, spart fast immer. Wer ausschließlich öffentlich schnellllädt, sollte besonders genau rechnen.
Als Faustregel gilt 2026: ab etwa 10.000–12.000 km pro Jahr mit Heimlademöglichkeit und 4–5 Jahren Haltedauer ist das E-Auto im Gesamtkostenvergleich vorn. Vielfahrer profitieren überproportional — jeder Kilometer spart bares Geld.
Moderne Akkus halten deutlich länger als ihr Ruf: Hersteller garantieren meist 8 Jahre oder 160.000 km (mind. 70 % Kapazität). Beim Wertverlust haben sich Gebrauchtpreise für E-Autos stabilisiert; pauschal lässt sich der Restwert aber schwer vorhersagen — deshalb klammert der Rechner ihn bewusst aus und nennt das transparent.
Den alten Umweltbonus gibt es nicht mehr. Es bleiben die Kfz-Steuer-Befreiung, die THG-Quote, die 0,25-%-Dienstwagenregel und regionale Förderprogramme (z. B. für Wallboxen). Dafür sind die Listenpreise vieler E-Modelle 2025/2026 deutlich gefallen — der Mehrpreis zum Verbrenner schmilzt.
Weitere Sparmöglichkeiten
Mobilität ist nur einer von vielen Hebeln.
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Hinweis: Alle Zahlen sind sorgfältig recherchierte Richtwerte (Stand 2026) — Preise für Strom, Kraftstoff und THG-Quote schwanken. Der Rechner blendet Restwerte und Versicherung bewusst aus und ersetzt keine individuelle Beratung.