Microjobs: die besten Apps im VergleichWas du 2026 wirklich verdienst

Regale fotografieren, Preise prüfen oder Apps testen: Mit Microjobs verdienst du nebenbei per Smartphone. Hier siehst du, welche Apps 2026 noch Aufträge haben, was ein Job wirklich bringt und was bei Steuern und Fake-Angeboten gilt.

Die besten Microjob-Apps 2026

Für Aufträge vor Ort sind appJobber, Streetspotr und Roamler die drei großen Apps in Deutschland. Welche in deiner Gegend die meisten Jobs hat, siehst du erst nach der Anmeldung, deshalb lohnt es sich, mehrere zu nutzen.

  • 2
    Beste App-Bewertung

    Streetspotr

    Spots im Laden: Fotos, Preis-Checks und kurze Umfragen

    2–15 €pro Spot laut Streetspotr-FAQ

    • nur PayPal, bis zu 30 Tage Wartezeit
    • Check-in im Umkreis von 400 m
    • Streetspotr GmbH, Nürnberg
    Streetspotr im Check
  • 3
    Schnellste Auszahlung

    Roamler

    Store-Audits, Produktbewertungen und Merchandising im Handel

    sofortAuszahlung bis 50 € nahezu in Echtzeit

    • Bank oder PayPal, kein Mindestguthaben
    • Steuer-ID für die Auszahlung nötig
    • über 1 Mio. Downloads bei Google Play
    Roamler im Check

Weitere Plattformen, auch von zu Hause

  • 4

    Prolific

    Studien von zu Hause

    pro Stunde mind. 6 £

    Details
    • wissenschaftliche Online-Studien
    • Auszahlung per PayPal ab 6 £
    • Deutschland wird unterstützt
    Zur Website
  • 5

    Testbirds

    App- und Web-Tests

    pro Test 10 bis 50 € und mehr

    Details
    • Usability-Tests, Bugs 1 bis 5 €
    • Auszahlung ab 6 €
    • nur mit Steuer-ID
    Zur Website
  • 6

    Clickworker

    Online am PC

    pro Aufgabe 1 € bis mehrere 10 €

    Details
    • Texte, Umfragen, KI-Training, App-Tests
    • wöchentlich ab 10 €
    • Steuer-ID ist Pflicht
    Zur Website
  • 7

    Mindrift

    KI-Training

    Vergütung je Projekt

    Details
    • Nachfolger von Toloka
    • KI-Antworten bewerten und labeln
    • Auszahlung zweimal im Monat
    Zur Website
  • 8

    uTest

    Software-Tests

    pro Fehler meist in US-Dollar

    Details
    • Teil von Applause
    • Bugs finden und Testzyklen
    • Auszahlung am 15. und Monatsende
    Zur Website
  • 9

    Textbroker

    Texte schreiben

    pro Wort 1,1 bis 4,5 Cent

    Details
    • Sario Marketing GmbH, Mainz
    • Auszahlung ab 10 €
    • laut Autoren weniger Aufträge durch KI
    Zur Website
  • 10

    BeMyEye

    Vor Ort

    pro Job im Schnitt ca. 5 €

    Details
    • Fotos im Laden und Testkäufe
    • laut App bis 25 € je Mission
    • viele Klagen über späte Auszahlung
    Zur Website
  • 11

    Microworkers

    Mini-Aufgaben online

    Trustpilot-Wert nicht abrufbar

    pro Aufgabe oft unter 1 $

    Details
    • sehr kleine Online-Aufgaben
    • 10 % Gebühr je Aufgabe
    • ab 1 Jahr Inaktivität 5 $ pro Monat
    Zur Website

So ist das Ranking entstanden: Ich habe bewertet, ob es 2026 noch Aufträge in Deutschland gibt, was ein Auftrag bringt, wie schnell und ab welchem Betrag ausgezahlt wird und wie zufrieden Nutzer sind. Sterne laut Trustpilot, bei Streetspotr ohne Trustpilot-Profil laut App Store. Angaben laut Anbietern (FAQ, AGB, App-Stores), Trustpilot und Google Play, abgerufen am 27.10.2026. Ich habe die Apps nicht selbst genutzt, keiner der Links ist ein Partnerlink.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Microjob bringt meist 1 bis 15 €, bei appJobber im Schnitt 5,76 € (2025).
  • Der Stundenlohn hängt vor allem an der Wegzeit: Jobs bündeln, nicht extra losfahren.
  • Amazon MTurk ist seit 30.09.2026 eingestellt, Toloka heißt jetzt Mindrift.
  • Plattformen melden deine Einnahmen ans Finanzamt, viele wollen deine Steuer-ID.
  • Jobs über WhatsApp oder Telegram fürs Liken oder Bewerten sind fast immer Betrug.

Vorweg ehrlich: Ich habe die Microjob-Apps nicht selbst genutzt. Diese Seite fasst zusammen, was die Anbieter in FAQ, AGB und App-Stores angeben, was Nutzer auf Trustpilot und in Google Play schreiben und was Studien, Verbraucherzentralen und Gesetze sagen.

Microjob-Apps im Vergleich

Die wichtigsten Plattformen auf einen Blick. Die Bewertungen zeigen, wie zufrieden Nutzer sind, sagen aber wenig darüber, wie viele Aufträge es bei dir in der Nähe gibt:

Microjob-Plattformen im Vergleich, Stand 27.10.2026
PlattformArtVerdienst laut AnbieterAuszahlungBewertung
1. appJobbervor Ort, Appab 1 €, Ø 5,76 € (2025)Bank oder PayPal, ohne MindestbetragTrustpilot 3,5 (6) · App Store 4,4
2. Streetspotrvor Ort, App2 bis 15 €nur PayPal, bis zu 30 Tagekein Trustpilot · App Store 4,6
3. Roamlervor Ort, Appsteht im AuftragBank oder PayPal, bis 50 € fast sofortTrustpilot 4,1 · Play 4,2
4. Prolificonline, Studienmind. 6 £ pro StundePayPal ab 6 £Trustpilot 4,5
5. Testbirdsonline, Tests10 bis 50 € je TestPayPal oder Bank ab 6 €Trustpilot 3,6
6. Clickworkeronline, PC und App1 € bis mehrere 10 €PayPal oder SEPA ab 10 €Trustpilot 2,3 · Play 3,3
10. BeMyEyevor Ort, AppØ ca. 5 €, bis 25 €Bank oder PayPalTrustpilot 1,6 · Play 4,1

Mein Fazit: Wer in einer Stadt wohnt, startet am besten mit appJobber und Streetspotr, die beide ohne Mindestbetrag auszahlen. Roamler zahlt am schnellsten aus, Beträge bis 50 € kommen fast sofort. Wer kaum Aufträge in der Nähe hat, findet bei Prolific die fairste Bezahlung für Online-Aufgaben.

Was sind Microjobs?

Microjobs, auch Mikrojobs oder Crowdworking genannt, sind kleine, klar umrissene Aufgaben, die Unternehmen über eine App an viele Menschen verteilen. Du suchst dir einen Auftrag in deiner Nähe aus, erledigst ihn in wenigen Minuten und lädst das Ergebnis hoch. Auftraggeber sind meist Marken und Händler, die wissen wollen, wie ihre Produkte im Laden stehen. Typische Aufgaben:

  • Regale und Displays fotografierenIst ein Produkt gelistet, steht der Aufsteller an der richtigen Stelle? Du machst die Fotos, die der Auftrag vorgibt.
  • Preise prüfenDu vergleichst den Preis am Regal mit der Vorgabe, etwa bei einer Aktion im Supermarkt.
  • Plakate und Werbung checkenHängt das Plakat noch, ist die Werbefläche sauber? Typisch für Aufträge in der Stadt.
  • Kurze UmfragenFragen vor Ort oder in der App, meist in wenigen Minuten erledigt.
  • Online-Aufgaben am PCTexte schreiben, Daten kategorisieren, KI-Antworten bewerten oder an Studien teilnehmen.

Microjob ist nicht gleich Minijob. Beim Minijob bist du angestellt und bekommst mindestens den Mindestlohn. Bei Microjobs arbeitest du auf eigene Rechnung, ohne festen Lohn, ohne Urlaub und ohne Lohnfortzahlung. Wer einen festen Nebenjob sucht, findet mehr dazu auf meiner Seite zum Minijob.

Was du mit Microjobs wirklich verdienst

Microjobs sind ein Zuverdienst, kein Einkommen zum Leben. Die Beträge pro Auftrag sind klein: appJobber zahlt mindestens 1 € pro Job und nennt für 2025 einen Schnitt von 5,76 €. Bei Streetspotr bringt ein Spot meist 2 bis 15 €. Entscheidend ist, wie viel Zeit für den Weg draufgeht:

Beispielrechnung Was ein Microjob pro Stunde bringt

Mindestlohn 2026: 13,90 € pro Stunde

Ein Job, eigene Fahrt5,76 € für 10 Min. Job und 25 Min. Weg 9,87 € pro Stunde
Drei Jobs auf einer Route17,28 € für 30 Min. Jobs und 30 Min. Weg 17,28 € pro Stunde
Online-MikroarbeitSchnitt aus 22 Studien, Suchzeit nicht mitgerechnet unter 6 $ pro Stunde

Gerechnet mit dem Durchschnitt von 5,76 € pro Job, den appJobber für 2025 nennt. Ohne Spritkosten. Den Mindestlohn gibt es für Microjobber nicht, weil sie selbstständig arbeiten.

So holst du mehr raus

  • Jobs auf dem Weg erledigen, den du ohnehin fährst
  • mehrere Aufträge im selben Markt bündeln
  • Fotos genau nach Vorgabe, damit nichts abgelehnt wird

Der größte Hebel ist die Wegzeit. Wer für einen einzelnen Job extra losfährt, liegt schnell unter dem Mindestlohn.

Quellen: appJobber (Jahresrückblick 2025), Hornuf & Vrankar (2022, Metaanalyse von 22 Studien), Bundesregierung (Mindestlohn 2026). Eigene Beispielrechnung, Stand 27.10.2026.

Für Online-Mikroarbeit sieht es eher schlechter aus. Eine Auswertung von 22 Studien (Hornuf und Vrankar, 2022) kommt im Schnitt auf unter 6 $ pro Stunde, ohne die unbezahlte Zeit für die Suche nach Aufgaben. Eine Ausnahme ist Prolific: Dort müssen Forscher mindestens 6 £ pro Stunde zahlen, empfohlen sind 9 £.

Die passende Microjob-App für dich

Welche App sich lohnt, hängt vor allem davon ab, wo du wohnst und wie mobil du bist:

  • Mit Auto oder Fahrrad unterwegsDie meisten und besten Vor-Ort-Jobs gibt es in Städten. Mit Auto erreichst du auch Märkte am Stadtrand und auf dem Land. Passende Apps: appJobber, Streetspotr, Roamler.
  • Zu Fuß in der Stadt, ohne AutoSupermärkte, Drogerien und Plakate in deinem Viertel. Plane Jobs auf dem Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen ein. Passende Apps: appJobber, Streetspotr.
  • Von zu Hause ausAm PC oder Handy, unabhängig vom Wohnort. Ideal auf dem Land, wo es kaum Vor-Ort-Aufträge gibt. Passende Apps: Prolific, Clickworker, Mindrift.
  • Technik-affinApps und Websites testen und Fehler melden. Besser bezahlt als Mini-Aufgaben, aber mit Bewerbung pro Test. Passende Apps: Testbirds, uTest.

Die Apps im Detail

Zu den drei großen Vor-Ort-Apps habe ich eigene Seiten mit Ablauf, Verdienst, Auszahlung, Kritik und Tipps:

Eingestellt oder nicht mehr zu empfehlen

Viele Listen im Netz nennen noch Dienste, die es so nicht mehr gibt. Stand 27.10.2026:

  • Amazon Mechanical Turkam 30.09.2026 endgültig eingestellt
  • Tolokafür Crowdworker zu Mindrift umgezogen, Konten und Guthaben wurden übernommen
  • Streetbeesinsolvent seit August 2025
  • Crowd Gurudie GmbH ist seit 2019 in Liquidation, Website nicht erreichbar

So startest du mit Microjobs

  1. Zwei bis drei Apps installierenWelche App in deiner Gegend die meisten Aufträge hat, siehst du erst nach der Anmeldung auf der Karte. Mehrere Apps parallel erhöhen die Chancen.
  2. Konto und Auszahlung einrichtenProfil ausfüllen, PayPal oder Bankverbindung hinterlegen. Viele Plattformen fragen wegen der Meldepflicht nach deiner Steuer-ID.
  3. Job reservieren und erledigenAuftrag auf der Karte auswählen, Beschreibung genau lesen und vor Ort Fotos und Antworten genau nach Vorgabe erfassen.
  4. Hochladen und auszahlen lassenNach der Prüfung landet das Geld im Konto der App. Von dort forderst du die Auszahlung an. Je nach App dauert das wenige Tage bis 30 Tage.

Job abgelehnt? Lies die Begründung und prüfe, ob Fotos fehlen oder unscharf sind. Bei appJobber kannst du laut AGB innerhalb von 2 Wochen widersprechen, die Prüfung dauert bis zu 4 Wochen. Am besten machst du vor Ort lieber ein Foto zu viel.

Steuern, Gewerbe und DAC7

Auch kleine Beträge sind Einnahmen, die das Finanzamt interessieren. Wie sie besteuert werden, hängt davon ab, wie oft du Microjobs machst. Eine amtliche Aussage speziell zu Crowdworking gibt es nicht, die Einordnung folgt der allgemeinen Regel:

Wie Microjob-Einnahmen meist eingeordnet werden
SituationEinordnungWas das heißt
Gelegentlich, wenige Jobs im Jahrsonstige Einkünfte nach § 22 Nr. 3 EStGunter 256 € im Jahr steuerfrei, darüber ist alles steuerpflichtig
Regelmäßig, mit Gewinnabsichtmeist Gewerbe (§ 15 EStG)Gewerbe anmelden, Gewinn in der Steuererklärung angeben
Als Angestellter nebenbeiNebeneinkünfte zum Gehaltbis 410 € im Jahr meist steuerfrei (Härteausgleich), bis 820 € ermäßigt
Texte schreiben (z. B. Textbroker)oft freiberuflich (§ 18 EStG)kein Gewerbe nötig, Einnahmen trotzdem angeben

Wichtig zur 256-€-Grenze: Sie ist eine Freigrenze. Bei 255 € zahlst du nichts, bei 256 € ist der gesamte Betrag steuerpflichtig. Bei einem Gewerbe zählt der Gewinn, also Einnahmen minus Kosten wie Sprit oder Handy-Anteil. Gewerbesteuer fällt erst ab 24.500 € Gewinn an, und mit der Kleinunternehmerregelung musst du bis 25.000 € Umsatz keine Umsatzsteuer ausweisen.

DAC7: Warum die App deine Steuer-ID will. Seit 2023 müssen Plattformen nach dem Plattformen-Steuertransparenzgesetz melden, wer über sie Geld verdient. Die oft genannte Ausnahme für weniger als 30 Geschäfte und unter 2.000 € gilt nur für den Verkauf von Waren. Microjobs sind Dienstleistungen und werden grundsätzlich ab dem ersten Euro gemeldet. Roamler, Clickworker und Testbirds zahlen ohne Steuer-ID gar nicht aus. Mehr zur Steuererklärung findest du in meinem Steuer-Ratgeber.

Selbstständig oder angestellt?

Microjobber gelten normalerweise als Selbstständige. Deshalb gilt für sie weder der Mindestlohn von 13,90 € noch gibt es Urlaub oder Lohnfortzahlung. Neben einem Angestelltenjob sind die Einnahmen in der Regel nicht sozialversicherungspflichtig. Wird die Selbstständigkeit zur Hauptsache, musst du dich selbst kranken- und pflegeversichern.

Dass es Grenzen gibt, zeigt ein Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 01.12.2020 (9 AZR 102/20): Ein Crowdworker von Roamler, der rund 20 Stunden pro Woche Aufträge erledigte, wurde als Arbeitnehmer eingestuft. Entscheidend war das damalige Level-System, das Druck machte, laufend Aufträge anzunehmen. Es bleibt eine Einzelfallentscheidung. Die EU-Plattformarbeitsrichtlinie, die bis zum 02.12.2026 umgesetzt werden muss, soll solche Fälle künftig klarer regeln.

Fake-Microjobs erkennen

Betrüger nutzen den Begriff Microjob gern für sogenanntes Task-Scamming. Die Verbraucherzentralen Rheinland-Pfalz und Niedersachsen warnen: Erst gibt es kleine echte Auszahlungen fürs Liken oder Bewerten, um Vertrauen aufzubauen. Dann sollst du Geld einzahlen, um an „besser bezahlte Aufgaben“ zu kommen, und das Geld ist weg. Die Schäden gehen bis in den fünfstelligen Bereich.

Finger weg bei

  • Kontakt per WhatsApp, Telegram oder SMS von Unbekannten
  • Geld fürs Liken von Videos oder Bewerten von Hotels
  • Vorkasse für „besser bezahlte Aufgaben“, oft per Krypto-App
  • Video-Ident für ein „Testkonto“ bei einer Bank

So sehen seriöse Apps aus

  • Impressum mit Firma und Adresse in der EU
  • Anmeldung kostenlos, du zahlst nie etwas ein
  • Auszahlung per Überweisung oder PayPal

Auch Punkte-Apps, die viel Geld für wenig Aufwand versprechen, warnt die Verbraucherzentrale: Oft wird nie ausgezahlt, dafür landen Tausende Werbemails im Postfach. Testbirds weist selbst darauf hin, dass Betrüger unter seinem Namen Fake-Jobs anbieten. Echte Mails kommen nur von Adressen mit @testbirds.com.

Vor- und Nachteile von Microjobs

Das spricht dafür

  • Sofort startklarKein Startkapital, keine Vorkenntnisse, nur ein Smartphone.
  • Volle FlexibilitätDu entscheidest, wann und welche Aufträge du annimmst.
  • Passt in den AlltagVor-Ort-Jobs lassen sich mit Einkauf oder Arbeitsweg verbinden.
  • Seriöse AnbieterappJobber, Streetspotr und Roamler sind seit Jahren am Markt und zahlen per Bank oder PayPal.

Das spricht dagegen

  • Niedriger StundenlohnMit Wegzeit liegst du oft unter dem Mindestlohn, der für Microjobber nicht gilt.
  • Stark vom Wohnort abhängigIn Städten gibt es viele Jobs, auf dem Land oft kaum welche.
  • AblehnungenFehlt ein Foto oder ist es unscharf, gibt es kein Geld. Prüfungen dauern teils über eine Woche.
  • Keine AbsicherungKein Urlaub, keine Lohnfortzahlung, Steuern musst du selbst im Blick haben.

Häufige Fragen zu Microjobs

Microjobs sind kleine, klar umrissene Aufträge, die Unternehmen über Apps an viele Menschen verteilen. Du fotografierst zum Beispiel ein Supermarktregal, prüfst einen Preis oder beantwortest eine kurze Umfrage und bekommst dafür meist ein paar Euro. Mit einem Minijob haben Microjobs nichts zu tun: Du bist nicht angestellt, sondern arbeitest auf eigene Rechnung.

Pro Auftrag meist zwischen 1 und 15 €. appJobber nennt für 2025 einen Schnitt von 5,76 € pro Job, Streetspotr 2 bis 15 € pro Spot. Wer mehrere Jobs auf einer Route bündelt, kommt in meiner Beispielrechnung auf gut 17 € pro Stunde, wer für einen einzelnen Job extra losfährt, deutlich weniger. Für Online-Mikroarbeit ergab eine Auswertung von 22 Studien im Schnitt unter 6 $ pro Stunde.

Für Vor-Ort-Jobs ist appJobber 2026 am aktivsten, Streetspotr hat die beste App-Bewertung und Roamler zahlt am schnellsten aus. Wer auf dem Land wohnt oder lieber von zu Hause arbeitet, ist bei Prolific oder Clickworker besser aufgehoben. Am besten mehrere Apps parallel nutzen.

Die bekannten Apps wie appJobber, Streetspotr und Roamler sind seriös: Die Anmeldung ist kostenlos, hinter den Apps stehen Firmen in Deutschland bzw. den Niederlanden und ausgezahlt wird per Bank oder PayPal. Vorsicht bei Angeboten über WhatsApp oder Telegram, die Geld fürs Liken oder Bewerten versprechen. Dahinter steckt laut Verbraucherzentrale fast immer Betrug.

Ja. Online-Plattformen wie Prolific (wissenschaftliche Studien), Clickworker (Texte, Kategorisieren, KI-Training), Mindrift (KI-Antworten bewerten) oder Testbirds (App- und Website-Tests) brauchen nur einen PC oder ein Smartphone. Vor-Ort-Apps wie appJobber haben teils auch Umfragen, die du von zu Hause erledigst.

Ja. Wer nur gelegentlich Jobs macht, hat sonstige Einkünfte: Unter 256 € im Jahr sind sie steuerfrei, ab 256 € ist der gesamte Betrag steuerpflichtig. Wer regelmäßig Microjobs macht, ist meist gewerblich tätig. Angestellte profitieren vom Härteausgleich bis 410 €. Die Plattformen melden deine Einnahmen nach dem Plattformen-Steuertransparenzgesetz ans Finanzamt.

Für gelegentliche Jobs in der Regel nicht. Wer Microjobs regelmäßig und mit Gewinnabsicht macht, gilt nach herrschender Meinung als Gewerbetreibender und sollte ein Gewerbe anmelden. Im Zweifel hilft das Finanzamt oder ein Steuerberater.

Wegen der EU-Richtlinie DAC7, in Deutschland das Plattformen-Steuertransparenzgesetz. Plattformen müssen Einnahmen aus Dienstleistungen ans Bundeszentralamt für Steuern melden. Die Ausnahme für weniger als 30 Verkäufe und 2.000 € gilt nur für den Verkauf von Waren, nicht für Microjobs. Roamler, Clickworker und Testbirds zahlen ohne Steuer-ID nicht aus.

Bei appJobber, Streetspotr und BeMyEye ab 18 Jahren. Bei Testbirds nennen die AGB 18 Jahre, die FAQ erlaubt Jüngere mit Einverständnis der Eltern. Für Schüler unter 18 sind Microjobs deshalb kaum eine Option.

Je nach App sehr unterschiedlich. Bei Roamler kommen Beträge bis 50 € fast sofort, bei appJobber kannst du alle 7 Tage auszahlen lassen. Bei Streetspotr dauert die Prüfung eines Jobs bis zu 7 Tage und die Überweisung per PayPal bis zu 30 Tage nach der Anforderung.

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Transparenz: Auf dieser Seite gibt es keine Partnerlinks. Quellen: Angaben der Anbieter (FAQ, AGB, App-Store-Seiten), Trustpilot und Google Play (abgerufen 27.10.2026), appJobber-Jahresrückblick 2025, Hornuf & Vrankar (2022), Verbraucherzentralen Rheinland-Pfalz (19.11.2025) und Niedersachsen (13.08.2026), verbraucherzentrale.de, § 22 Nr. 3 und § 46 EStG, PStTG, BAG 9 AZR 102/20, Richtlinie (EU) 2024/2831, Stand 27.10.2026. Keine Steuer- oder Rechtsberatung.