50-30-20-Regel

Die einfachste Budget-Methode der Welt: 50 % für Bedürfnisse, 30 % für Wünsche, 20 % fürs Sparen. Pass die Prozente an deine Lage an — und sieh sofort, was aus deinem Sparanteil über die Jahre wird.

⚖️ 50 · 30 · 20
Netto / Monat
🏠 Bedürfnisse%
💰 Sparen%

🎉 Wünsche ergeben sich automatisch: 30 % = 750 € pro Monat.

AnlagedauerJahre
Rendite p. a. (Annahme)%

Modellannahme zur Veranschaulichung des Zinseszinses — keine Renditezusage, keine Anlageberatung.

Zum Sparen pro Monat20 %
500 €
🏠 Bedürfnisse1.250 €🎉 Wünsche750 €in 25 J.346.497 €

Dein Monatsbudget (2.500 €)

🏠 Bedürfnisse (50 %)1.250 €
🎉 Wünsche (30 %)750 €
💰 Sparen (20 %)500 €

✨ 500 € pro Monat fürs Sparen. Richte dafür am besten einen Dauerauftrag auf den Gehaltseingang ein („pay yourself first") — so bleibt das Sparen nicht dem Zufall überlassen.

So funktioniert's

50 % Bedürfnisse · 30 % Wünsche · 20 % Sparen

Du teilst dein monatliches Netto in drei Töpfe — am besten gleich bei Geldeingang, bevor du etwas ausgibst.

🏠 50 % Bedürfnisse

Alles, was du zum Leben brauchst: Miete & Nebenkosten, Grund-Lebensmittel, Pflicht­versicherungen, Mobilität zur Arbeit, Grundtarif Handy/Internet, Pflicht-Kreditraten.

🎉 30 % Wünsche

Lebensqualität, auf die du notfalls verzichten könntest: Restaurant & Lieferdienst, Streaming & Abos, Urlaub, Hobbys, Shopping über den Grundbedarf, Tech-Upgrades.

💰 20 % Sparen & Schulden

Dein Zukunfts-Topf: Notgroschen, ETF-/Fonds-Sparplan, Altersvorsorge und die Sondertilgung teurer Schulden. Dieser Teil zahlt sich später am meisten aus.

Profi-Setup: das 3-Konten-Modell. Richte einen Dauerauftrag ein, der am Gehaltstag automatisch den Spar- und den Wünsche-Anteil auf separate Konten bucht („pay yourself first"). Was auf dem Giro bleibt, sind genau deine Bedürfnisse — Vergreifen unmöglich.
Die kniffligen Fälle

Bedürfnis oder Wunsch?

Genau hier scheitern die meisten Budgets. Die häufigsten Grenzfälle — zum Ausklappen:

Nur der Pflicht-Anteil, wenn du das Auto fürs Pendeln/die Arbeit brauchst (Sprit, Versicherung, Wartung). Ein Zweitwagen, ein Leasing-Upgrade oder das Cabrio sind Wünsche. Faustfrage: Wäre dein Alltag ohne machbar?

Fast immer Wünsche — Unterhaltung ist verzichtbar. Genau hier lässt sich am schnellsten umschichten, wenn die Sparquote zu klein ist.

Der Grundtarif (Erreichbarkeit) ist ein Bedürfnis. Die Differenz zum teuren Premium-Tarif oder das neue Flaggschiff-Handy ist ein Wunsch.

Existenzielle/Pflichtversicherungen (Kranken-, Kfz-Haftpflicht, Privathaftpflicht, Berufsunfähigkeit) sind Bedürfnisse. Handy-, Reise- oder Tierkrankenversicherung sind eher Wünsche. Frage: Schützt es vor dem finanziellen Ruin?

Wünsche. Zum Bedürfnis zählt nur der Lebensmittel-Grundbedarf zum Selberkochen. „Sättigung = Need, Genuss & Bequemlichkeit = Want."

Die Pflicht-Mindestrate gehört zu den 50 % Bedürfnissen. Eine freiwillige Sondertilgung zählt dagegen zum 20-%-Topf (Sparen & Schulden).

Varianten

Wann sich eine andere Aufteilung lohnt

50-30-20 ist der Startpunkt, kein Gesetz. Je nach Lebenslage passt eine andere Aufteilung besser:

50·30·20
Standard — mittleres Einkommen, normale Mietregion.
60·20·20
Großstadt — hohe Miete: kürze bewusst bei den Wünschen statt beim Sparen.
70·20·10
Knappes Budget — niedriges Einkommen oder hohe Fixkosten; Hauptziel: überhaupt sparen.
40·30·30
Sparfokus — höheres Einkommen: Sparquote aktiv hochsetzen statt den Lebensstil aufzublähen.
Ehrlich: Wann die Regel nicht passt. In teuren Städten frisst die Miete oft mehr als 40 % des Nettos — 2025 galten rund 11 % der Menschen in Deutschland als durch Wohnkosten überlastet. Bei sehr niedrigem Einkommen sind 20 % Sparen kaum machbar, bei sehr hohem ist 50 % für „Bedürfnisse" zu großzügig. Nutze die Regel als Orientierung und passe die Prozente oben im Rechner an deine Realität an.
FAQ

Häufige Fragen zur 50-30-20-Regel

Immer mit dem Netto-Einkommen (nach Steuern und Sozialabgaben, inkl. ggf. Kindergeld). Bei schwankendem Einkommen nimmst du den Durchschnitt der letzten 12 Monate.

Dann fang kleiner an — z. B. mit der Variante 70-20-10 oder erst 10 % — und erhöhe schrittweise, etwa bei jeder Gehaltserhöhung. Wichtiger als die exakte Zahl ist, dass du überhaupt eine feste Sparquote etablierst.

In den 20-%-Topf, aber mit Vorrang vor dem langfristigen Investieren. Ziel sind 3–6 Monatsausgaben, liquide auf dem Tagesgeld geparkt — nicht in Aktien oder ETF.

Oft nicht 1:1. Wenn die Wohnkosten über 40 % deines Nettos liegen, ist 50 % für alle Bedürfnisse unrealistisch. Dann hilft die Variante 60-20-20 und die Sparquote bewusst zu verteidigen.

Die Pflicht-Mindestrate gehört zu den 50 % (Bedürfnis), freiwillige Sondertilgungen zum 20-%-Topf.

Nein. Sie ist ein reines Budget-Gerüst zur Orientierung und keine Beratung zu konkreten Finanzprodukten.

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Haushaltsbuch Erst die echten Ausgaben kennen — dann die Töpfe festlegen.
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