Gegenstände vermieten und Geld verdienen:Preise und Plattformen 2026

Kamera, Bohrhammer oder Anhänger stehen die meiste Zeit nur herum. Hier siehst du, was sie pro Tag bringen, nach wie vielen Mieten sie sich bezahlt machen und was bei Versicherung und Steuer gilt.

Die besten Plattformen zum Vermieten

Nur fainin wickelt die Zahlung ab und versichert die Miete. Auf Kleinanzeigen und Erento erreichst du mehr Leute, Vertrag, Kaution und Schutz regelst du dort aber selbst.

  • 2
    Größte Reichweite

    Kleinanzeigen

    Lokal inserieren, gut für sperrige Dinge wie Anhänger, Zelt oder Hüpfburg

    0 €bis 100 Anzeigen in 30 Tagen kostenlos

    • Abholung in deiner Stadt
    • Mietvertrag und Kaution regelst du selbst
    • keine Versicherung, keine Bezahlung über die Plattform
    Zu Kleinanzeigen
  • 3
    Ohne Provision

    Erento

    Großes Mietportal, vor allem für Vermieter mit vielen Artikeln

    Fixgebührkeine Provision, Höhe der Gebühr nicht öffentlich

    • über 6 Mio. Nutzer im Jahr (Eigenangabe)
    • eher für Mietparks und Nebengewerbe
    • keine Versicherung über die Plattform
    Zu Erento

Weitere Plattformen

  • 4

    miet24.de

    Mietmarktplatz

    Kosten ab 6,90 € pro Artikel/Monat

    Details
    • über 51.000 aktive Angebote
    • Vertrag und Kaution direkt mit dem Mieter
    • lohnt bei regelmäßiger Vermietung
    Zur Website
  • 5

    nebenan.de

    Nachbarschaft

    Kosten 0 €

    Details
    • Werkzeug an Nachbarn verleihen
    • eher Teilen als Verdienen
    • keine Versicherung, keine Abrechnung
    Zur Website

Gebühren und Schutz laut Anbietern (AGB, FAQ), Bewertungen laut Trustpilot, abgerufen am 27.10.2026. Ich habe die Plattformen nicht selbst genutzt, keiner der Links ist ein Partnerlink.

Das Wichtigste in Kürze

  • Gefragte Dinge bringen 3 bis 50 € pro Tag, eine Systemkamera ab 50 €.
  • Ein Bohrhammer hat sich nach rund 15 Miettagen bezahlt gemacht.
  • fainin versichert Schäden bis 15.000 €, aber keinen Diebstahl.
  • Bis 256 € Gewinn im Jahr bleiben Mieteinnahmen steuerfrei.
  • Anhänger und E-Bikes meldet die Plattform ans Finanzamt, Werkzeug und Kameras nicht.

Was du pro Tag bekommst

Ich habe die Preise von Inseraten auf fainin, Kleinanzeigen und beim Baumarkt-Verleih verglichen:

Mietpreise pro Tag laut Inseraten, Stand 28.10.2026
GegenstandMiete pro Tag
Systemkamera (Sony Alpha 7 IV)ab 50 €
PKW-Anhänger 750 kg20 bis 40 €
Bohrhammerab 14 €
Drohne (DJI Mini, DJI Air)20 bis 50 €
E-Bikemeist 13 bis 35 €
SUP-Boardmeist 15 bis 25 €
Hüpfburgprivat ab 20 €
Hochdruckreiniger5 bis 30 €
Beamer (Mini bis 4K)3 bis 35 €
Dachbox4 bis 18 €

Viele Inserate stammen von gewerblichen Verleihern, private Angebote liegen oft darunter. Zum Vergleich: Der Baumarkt toom verlangt für einen Bohrhammer 24 € am Tag und 50 € Kaution.

Wann sich ein Gegenstand bezahlt macht

So viele Miettage brauchst du auf fainin, bis der Kaufpreis nach Abzug der Gebühr von 15 % wieder drin ist:

BohrhammerKauf 174 €, dir bleiben 11,90 € pro Tag 15 Tage
Anhänger 750 kgKauf 829 €, dir bleiben 22,10 € pro Tag 38 Tage
Sony Alpha 7 IVKauf 1.705 €, dir bleiben 42,50 € pro Tag 41 Tage
Eigene Rechnung mit Preisen aus fainin-Inseraten, toom und billiger.de, ohne Verschleiß und Reparaturen.

Wer seine Kamera an vier Tagen im Monat vermietet, hat sie also nach rund zehn Monaten abbezahlt. Rechne aber Verschleiß, Reinigung und das Risiko eines Schadens mit ein.

Was sich zum Vermieten eignet

  • Teuer und selten gebrauchtKamera, Objektive, Drohne, Beamer: hoher Kaufpreis, viele brauchen sie nur für ein Wochenende.
  • Robustes WerkzeugBohrhammer, Hochdruckreiniger, Fliesenschneider halten viel aus und werden für einzelne Projekte gesucht.
  • Saisonal und für FesteHüpfburg, Partyzelt, Popcornmaschine, Dachbox und SUP-Board sind zu bestimmten Zeiten gefragt.

Weniger geeignet:

  • BilligesWas neu nur 30 € kostet, kauft sich jeder lieber selbst.
  • HygieneartikelMatratzen, Kleidung oder Kopfhörer will kaum jemand mieten.
  • Empfindliches ohne SchutzOhne Versicherung ist ein Schaden an teurer Technik schnell teurer als alle Mieteinnahmen.

Plattformen im Detail

  • faininVermieter zahlen 15 % Gebühr, Mieter zusätzlich 15 % Aufschlag. Bei 10 € Miete bekommst du 8,50 €. Die Zahlung läuft über die Plattform, ausgezahlt wird 3 Werktage nach Mietbeginn. Mieter werden geprüft, eine Kaution ist meist nicht nötig. Mit Premium ab 49,90 € im Monat fallen keine Gebühren an, das lohnt sich erst bei viel Umsatz.
  • KleinanzeigenFür Privatleute bis 100 Anzeigen in 30 Tagen kostenlos. Es gibt keine Mietfunktion: Vertrag, Bezahlung und Kaution regelst du selbst, eine Versicherung gibt es nicht. Dafür siehst du die meisten Interessenten in deiner Nähe.
  • ErentoKeine Provision, dafür eine feste Gebühr, deren Höhe Erento nicht veröffentlicht. Mieter melden sich direkt bei dir. Das Portal richtet sich vor allem an Mietparks und Verleiher mit vielen Artikeln.

Versicherung und Haftung

Über fainin sind Schäden bis 15.000 € versichert, mit 150 € Selbstbeteiligung. Du musst den Schaden innerhalb von 48 Stunden nach Mietende melden. Nicht versichert sind Diebstahl, Unterschlagung, normaler Verschleiß sowie Autos, Motorräder und Drohnen über 5 kg.

Deine eigenen Versicherungen helfen kaum: Die Privathaftpflicht zahlt nie für Schäden an deinen eigenen Sachen. Die Hausrat zahlt außerhalb der Wohnung nur bei Einbruch oder Raub, nicht bei einfachem Diebstahl. Die Haftpflicht des Mieters deckt gemietete Sachen nur in manchen Tarifen und meist nur zum Zeitwert.

Anhänger brauchen eine Kfz-Haftpflicht. Für gelegentliche private Vermietung reicht laut Allianz die normale Anhängerversicherung, wer regelmäßig vermietet, braucht eine spezielle Versicherung für Mietfahrzeuge.

Mein Rat: Vermiete teure Dinge nur über eine Plattform mit Zahlungsabwicklung und Versicherung. Bei privaten Vermietungen: Ausweis zeigen lassen, kurzen Mietvertrag unterschreiben, Fotos bei Übergabe und Rückgabe machen und eine Kaution in Höhe des Zeitwerts nehmen.

Steuern

Einkommensteuer: Einnahmen aus der Vermietung beweglicher Gegenstände sind sonstige Einkünfte nach § 22 Nr. 3 EStG. Sie bleiben steuerfrei, solange der Gewinn im Jahr unter 256 € liegt. Das ist eine Freigrenze: Liegst du darüber, ist der ganze Betrag steuerpflichtig. Abziehen darfst du Plattformgebühren, Reparaturen und die Abschreibung.

Gewerbe: Die gelegentliche Vermietung privater Dinge ist kein Gewerbe. Gewerblich wird es, wenn Sonderleistungen wie Lieferung und Aufbau dazukommen oder du so viel vermietest, dass du eine eigene Organisation brauchst. Eine feste Euro-Grenze gibt es nicht. Mit der Kleinunternehmerregelung fällt bis 25.000 € Umsatz im Vorjahr keine Umsatzsteuer an.

Meldung ans Finanzamt: Plattformen müssen die Vermietung von Verkehrsmitteln wie Anhängern, E-Bikes und Lastenrädern ab der ersten Buchung ans Bundeszentralamt für Steuern melden. Die Vermietung von Werkzeug, Kameras oder Partyzubehör fällt nicht unter das Meldegesetz, steuerpflichtig ist sie über der Freigrenze trotzdem.

So startest du

  1. Inventur machenSchreib auf, was teuer war und selten genutzt wird. Prüfe, ob es funktioniert und vollständig ist.
  2. Preis festlegenSchau, was ähnliche Inserate verlangen. Biete Rabatte für Wochenenden und ganze Wochen an.
  3. Gute Fotos machenTageslicht, alle Teile und Zubehör im Bild, dazu den Zustand ehrlich beschreiben.
  4. Plattform wählenTeures über fainin, Sperriges zum Abholen zusätzlich auf Kleinanzeigen.
  5. Übergabe dokumentierenFotos bei Übergabe und Rückgabe, kurze Einweisung, Rückgabe auf Vollständigkeit prüfen.

Vor- und Nachteile

Das spricht dafür

  • Ungenutztes bringt GeldDinge, die sonst im Keller stehen, verdienen ihren Kaufpreis nach und nach zurück.
  • Kein StartkapitalDu vermietest, was du schon hast. Fotos und eine Anzeige reichen.
  • Unter 256 € steuerfreiKleine Nebeneinnahmen aus Vermietung bleiben bis zur Freigrenze steuerfrei.
  • NachhaltigGeteilte Geräte müssen nicht mehrfach gekauft werden.

Das spricht dagegen

  • Verschleiß und SchädenJede Miete nutzt den Gegenstand ab, Schäden musst du nachweisen.
  • Diebstahl kaum versichertBehält ein Mieter den Gegenstand, zahlen weder fainin noch die Hausrat.
  • Aufwand pro MieteAbsprache, Übergabe, Reinigung und Kontrolle kosten jedes Mal Zeit.
  • GebührenBei fainin gehen 15 % ab, und Mieter zahlen noch einmal 15 % drauf.

Häufige Fragen zum Vermieten von Gegenständen

Je nach Gegenstand 3 bis 50 € pro Tag. Eine Systemkamera wie die Sony Alpha 7 IV bringt auf fainin ab 50 € am Tag, ein Bohrhammer ab 14 €, ein PKW-Anhänger 20 bis 40 €. Nach der Gebühr von 15 % bleiben dir bei der Kamera 42,50 €.

Für wertvolle Dinge ist fainin am sichersten: Zahlung über die Plattform, Identitätsprüfung und ein ERGO-Schutz bis 15.000 €. Für Sperriges mit Abholung hat Kleinanzeigen die größte Reichweite, dort regelst du Vertrag und Kaution aber selbst.

Über fainin sind Schäden bis 15.000 € versichert, mit 150 € Selbstbeteiligung, nicht aber Diebstahl und Unterschlagung. Deine eigene Privathaftpflicht zahlt nie für Schäden an deinen eigenen Sachen, und die Hausrat zahlt bei einfachem Diebstahl nicht.

Ja, wenn der Gewinn aus der Vermietung im Jahr 256 € oder mehr beträgt. Das ist eine Freigrenze: Liegst du darüber, ist der ganze Betrag steuerpflichtig. Vorher darfst du Gebühren, Reparaturen und Abschreibung abziehen.

Meist nicht. Die gelegentliche Vermietung privater Dinge zählt zu den sonstigen Einkünften. Gewerblich wird es, wenn du gezielt Geräte zum Vermieten anschaffst, Lieferung und Service anbietest oder der Umfang eine eigene Organisation braucht.

Nur bei Verkehrsmitteln wie Anhängern, E-Bikes oder Lastenrädern, dann ab der ersten Buchung. Die Vermietung von Werkzeug, Kamera oder Beamer fällt nicht unter das Meldegesetz. Steuerpflichtig sind die Einnahmen trotzdem.

Lass dir den Ausweis zeigen, schreib einen kurzen Mietvertrag, fotografiere den Gegenstand bei Übergabe und Rückgabe und nimm bei privaten Vermietungen eine Kaution. Gib teure Dinge nur gegen Bezahlung über die Plattform oder gegen Barzahlung bei Übergabe heraus.

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Transparenz: Auf dieser Seite gibt es keine Partnerlinks. Quellen: fainin (AGB, FAQ, Versicherung, Premium, Inserate), Kleinanzeigen (Hilfe zu Gebühren), Erento, miet24.de, nebenan.de, Trustpilot (27.10.2026), toom Mietgeräte und Anhänger, billiger.de, § 22 Nr. 3 und § 46 EStG, R 15.7 EStR, § 19 UStG, §§ 4 und 5 PStTG, Allianz (Anhänger vermieten), Württembergische, Finanztip (Außenversicherung), Verbraucherzentrale. Preise: Inserate vom 27./28.10.2026. Keine Steuer- oder Rechtsberatung.