Kaufnebenkosten
Grunderwerbsteuer (3,5–6,5 % je Bundesland), Notar & Grundbuch (~2 %), ggf. Makler (~3,57 %). Zusammen 8–12 % — Geld, das sofort „weg“ ist und erst wieder verdient werden muss.
Annuität, Mietrendite, AfA — alle Grundlagen verständlich erklärt, plus die komplette Beispielrechnung für deine erste vermietete Wohnung.
Grunderwerbsteuer (3,5–6,5 % je Bundesland), Notar & Grundbuch (~2 %), ggf. Makler (~3,57 %). Zusammen 8–12 % — Geld, das sofort „weg“ ist und erst wieder verdient werden muss.
Deine konstante Kreditrate aus Zins + Tilgung. Bei 300.000 € Kredit, 3,8 % Zins und 2 % Tilgung: 300.000 × 5,8 % = 17.400 €/Jahr = 1.450 €/Monat.
Der Teil der Rate, der die Schuld wirklich abbaut. Weil die Zinslast mit sinkender Restschuld fällt, steigt der Tilgungsanteil automatisch — der „Tilgungsturbo“ der Annuität.
Banken finanzieren i. d. R. 80–100 % des Kaufpreises — die Nebenkosten musst du fast immer aus Eigenkapital zahlen. Faustregel: mindestens Nebenkosten + 10–20 % Kaufpreis als EK.
Jahreskaltmiete ÷ Kaufpreis. Schneller Erstfilter: unter 3,5 % wird es schwer, über 5 % ist (in guter Lage) ein Prüf-Kandidat.
(Jahreskaltmiete − nicht umlegbare Kosten) ÷ (Kaufpreis + Nebenkosten). Die ehrliche Rendite — meist 0,8–1,5 Prozentpunkte unter der Brutto-Variante.
Miete minus Rate, Verwaltung und Instandhaltungsrücklage. Positiv = die Wohnung trägt sich selbst; negativ = du schießt monatlich zu und wettest auf Wertsteigerung.
Bei Eigentumswohnungen: monatliche Zahlung an die WEG (Verwaltung, Instandhaltung). Nicht umlegbare Teile mindern deine Rendite — Protokolle der Eigentümerversammlung lesen!
Den Gebäudeanteil (nicht das Grundstück) schreibst du mit 2–3 % p. a. steuerlich ab. Zusammen mit Zinsen macht das Vermietung steuerlich attraktiv.
Verkaufst du eine vermietete Immobilie nach 10 Jahren, ist der Wertzuwachs steuerfrei — einer der größten Steuervorteile überhaupt (selbstgenutzt: schon früher).
Eine 60-m²-Wohnung für 250.000 € in einer B-Stadt — Zeile für Zeile ehrlich durchgerechnet.
Die ehrliche Lektion: Zu heutigen Preisen und Zinsen tragen sich viele Objekte nicht von selbst — du investierst monatlich zu und verdienst über Tilgung, Steuervorteile und (hoffentlich) Wertsteigerung. Das kann aufgehen, ist aber eine gehebelte Wette. Deshalb: immer mit spitzem Bleistift rechnen, nie mit Makler-Prosa.
Der Kredit entscheidet über Erfolg oder Dauerstress — hier sind die vier Stellschrauben.
10, 15 oder 20 Jahre Zinssicherheit: länger = teurer, aber planbarer. In unsicheren Phasen sind 15+ Jahre der Klassiker. Sondertilgungsrecht (5–10 % p. a.) immer mitverhandeln.
Mindestens 2 %, besser 2,5–3 % anfängliche Tilgung — sonst zahlst du Jahrzehnte fast nur Zinsen. Faustregel: Zins + Tilgung höchstens 30–35 % des Nettoeinkommens.
Zwischen Hausbank und Vermittlern (Interhyp, Dr. Klein, Baufi24) liegen oft 0,2–0,5 Prozentpunkte — bei 300.000 € über 15 Jahre sind das zehntausende Euro.
Nach der Zinsbindung bleibt eine Restschuld, die zum dann gültigen Zins weiterläuft. Rechne ein Stress-Szenario: Was passiert bei +2 Prozentpunkten Anschlusszins?
Makro vor Mikro: erst die Stadt, dann die Straße, dann das Objekt.
Jeder davon hat schon Vermögen gekostet — und alle sind vermeidbar.
Instandhaltung, Mietausfall, Verwaltung und Anschlusszins vergessen. Immer mit Vollkosten kalkulieren.
„Da würde ich selbst wohnen!“ ist kein Investmentkriterium. Zahlen entscheiden, nicht das Bauchgefühl bei der Besichtigung.
Wer nach dem Kauf keine 3–6 Monatsraten Reserve hat, ist beim ersten Heizungsschaden im Dispo.
Die letzten 3 Eigentümerversammlungs-Protokolle verraten Sanierungsstau, Streit und Sonderumlagen im Anflug.
Das gesamte Vermögen in ein Objekt ist maximales Klumpenrisiko. ETF-Basis zuerst, Immobilie als Baustein.
Eigenkapital, Rendite, Kaufen vs. Mieten — kompakt beantwortet.
Als Daumenregel: die kompletten Kaufnebenkosten (8–12 %) plus 10–20 % des Kaufpreises. Bei einer 300.000-€-Wohnung also rund 55.000–90.000 €. 110-%-Finanzierungen ohne Eigenkapital gibt es, kosten aber deutliche Zinsaufschläge und sind nur für Top-Bonitäten realistisch.
Brutto gilt grob: unter 3,5 % schwierig, 4–5 % solide, über 5 % prüfenswert (Vorsicht: oft Lagerisiko!). Wichtiger ist die Nettorendite nach allen Kosten — und der Cashflow: Trägt sich die Wohnung nach Rate, Verwaltung und Rücklage selbst? Rechne mit unserem Mietrendite-Rechner auf der Immobilien-Seite nach.
Finanziell hängt es von Kaufpreis-Miete-Verhältnis, Zins und deiner Alternative ab: Wer die Eigenkapital-Differenz diszipliniert in ETFs investiert, fährt rechnerisch oft ähnlich oder besser. Kaufen gewinnt durch Zwangssparen, Inflationsschutz der Schulden und emotionale Sicherheit. Der „Mieten oder Kaufen“-Rechner rechnet dir beides durch.
Sie ist der klassische Einstieg: überschaubares Ticket, AfA und Zinsen steuerlich absetzbar, nach 10 Jahren steuerfreier Verkauf möglich. Dagegen stehen Klumpenrisiko, Verwaltungsaufwand und WEG-Abhängigkeit. Wer es passiver mag: Immobilien-Crowdinvesting oder REITs — mit eigenem Risikoprofil.
Drei Dinge: Instandhaltung (1–2 € je m² monatlich zurücklegen — Dach, Heizung, Bad kommen sicher), nicht umlegbare Kosten (Verwaltung, Mietausfall) und die Anschlussfinanzierung nach der Zinsbindung. Wer nur Rate gegen Miete rechnet, rechnet sich reich.
Hohe Zinsen drücken die Kaufpreise — die Gesamtrechnung kann besser sein als im Nullzins-Boom. Entscheidend ist nicht der Zins allein, sondern das Verhältnis von Kaufpreis, Miete und Finanzierungskosten für das konkrete Objekt. Gute Deals gibt es in jeder Zinsphase, schlechte auch.
Vom Wissen zur konkreten Rechnung.
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Hinweis: Beispielrechnungen sind vereinfacht (u. a. pauschaler Steuereffekt) und ersetzen keine individuelle Finanzierungs-, Steuer- oder Anlageberatung.