Der Goldpreis seit 2000
Was wäre, wenn du vor X Jahren Gold gekauft hättest? Probier es aus — und fahre für Details über die Kurve.
Goldpreis je Feinunze in EUR · gerundete Jahresendwerte (2026: Stand Juni) · indikative Berechnung ohne Kaufspesen/Spread, keine Anlageberatung.
Warum überhaupt Gold?
Drei Jobs, die Gold im Portfolio erledigt — und einer, den es nicht kann.
🛡️ Krisenversicherung: In Finanzkrisen, Kriegen und Inflationsphasen flüchtet Kapital in Gold — 2008, 2020 und 2024/25 hat das Muster jeweils funktioniert. Zentralbanken weltweit kaufen aus demselben Grund in Rekordmengen.
⚖️ Diversifikation: Gold läuft oft unabhängig von Aktien (geringe Korrelation). Ein Anteil von 5–10 % senkt die Schwankung des Gesamtdepots spürbar, ohne die Rendite stark zu drücken.
💶 Inflationsschutz auf lange Sicht: Über Jahrzehnte hat Gold seine Kaufkraft gehalten — eine Unze kauft heute grob denselben guten Anzug wie vor 100 Jahren.
❌ Was Gold nicht kann: Erträge erwirtschaften. Keine Zinsen, keine Dividenden, keine Produktivität — der Gewinn kommt allein aus dem Preis. Deshalb: Beimischung ja, Hauptanlage nein.
Mittleres Risiko: weniger Verlustpotenzial als Einzelaktien, aber deutliche Schwankungen und lange Seitwärtsphasen — und keine laufenden Erträge.
Die drei Wege, Gold zu kaufen
Physisch, börsengehandelt oder als Minenaktie — mit sehr unterschiedlichem Charakter.
| Münzen & Barren physisch | Gold-ETC z. B. Xetra-Gold | Goldminen-Aktien Aktien/ETF | |
|---|---|---|---|
| Du besitzt echtes Gold | ✓ | ✓ (hinterlegt, lieferbar) | ✗ |
| Sparplanfähig | ✗ | ✓ (ab 25 €) | ✓ |
| Kaufkosten | 2–8 % Aufschlag | ~0,2 % Ordergebühr | ~0,2 % Ordergebühr |
| Laufende Kosten | Lagerung/Tresor | 0–0,36 % p. a. | Fonds-TER |
| Steuerfrei nach 1 Jahr | ✓ | ✓ (mit Lieferanspruch) | ✗ (Abgeltungsteuer) |
| Schwankung | wie Goldpreis | wie Goldpreis | Hebel auf Goldpreis (±) |
| Krisen-Zugriff | sofort greifbar | Börsenhandel nötig | Börsenhandel nötig |
| Zu Händler-Vergleich | Zu Depot-Vergleich | Zu Depot-Vergleich |
Steuern & Lagerung: Golds Geheimwaffe
Kaum eine Anlageklasse behandelt der deutsche Fiskus so freundlich.
0 % Mehrwertsteuer beim Kauf — Anlagegold (Münzen/Barren ab 90 % bzw. 99,5 % Feinheit) ist umsatzsteuerbefreit. Silber übrigens nicht: dort fallen 19 % an.
0 % Steuer auf Gewinne nach 12 Monaten — physisches Gold gilt als privates Veräußerungsgeschäft: Nach einem Jahr Haltedauer ist jeder Gewinn steuerfrei. Das gilt auch für ETCs mit physischem Lieferanspruch (Xetra-Gold, Euwax Gold II, BGH-bestätigt).
Verkauf unter 1 Jahr: Gewinne bis 1.000 € pro Jahr (Freigrenze für private Veräußerungsgeschäfte) bleiben steuerfrei, darüber gilt dein persönlicher Steuersatz.
Anonym kaufen: Tafelgeschäfte (Barkauf beim Händler) sind bis 1.999,99 € ohne Ausweis möglich — darüber gilt die Identifikationspflicht nach Geldwäschegesetz.
Gold: Vor- und Nachteile
Die ehrliche Bilanz nach 5.000 Jahren Währungsgeschichte.
👍 Vorteile
- Krisen- und Inflationsschutz mit jahrtausendelanger Bilanz
- Steuerfrei nach 1 Jahr Haltedauer — einmalig unter den Anlageklassen
- Geringe Korrelation zu Aktien: stabilisiert das Gesamtdepot
- Keine Gegenpartei nötig — physisches Gold ist niemandes Schuldschein
- Weltweit liquide: Standardmünzen verkaufst du überall in Minuten
👎 Nachteile
- Keine Zinsen, keine Dividenden — Rendite nur über den Preis
- Lange Durststrecken möglich (2011–2019: acht Jahre unter Wasser)
- Kauf-/Verkaufsspread und Lagerkosten schmälern die Rendite
- In Euro gerechnet trägt der Dollar-Wechselkurs zusätzlich zur Schwankung bei
- Verlockt in Krisen zu Panikkäufen am Hoch — Timing ist auch hier Glückssache
Häufige Fragen zu Gold
Portfolio-Anteil, Produkte, Steuern — kompakt beantwortet.
Die gängige Empfehlung lautet 5–10 % des Gesamtvermögens — als Stabilisator und Krisenschutz, nicht als Renditemotor. Gold zahlt weder Zinsen noch Dividenden; langfristig liegt die Rendite deutlich unter Aktien. Sein Job ist ein anderer: Es hält den Wert, wenn Papiergeld und Börsen wackeln.
Beides hat seinen Platz: Physische Münzen/Barren gehören wirklich dir, kosten aber Aufschlag (Spread) und sichere Lagerung. Gold-ETCs wie Xetra-Gold oder Euwax Gold II sind ab wenigen Euro handelbar, mit physischem Gold hinterlegt und teils sogar auslieferbar. Für Sparplan-Anleger sind ETCs der praktischere Weg, für den „Notgroschen zum Anfassen“ die Münze.
Ja — und das ist ein echter Vorteil: Gewinne aus physischem Anlagegold (und aus Gold-ETCs mit Lieferanspruch wie Xetra-Gold oder Euwax Gold II) sind nach einem Jahr Haltedauer komplett steuerfrei. Außerdem ist Anlagegold von der Mehrwertsteuer befreit. Zum Vergleich: Auf ETF-Gewinne zahlst du dauerhaft Abgeltungsteuer.
Bleib bei den Standards mit kleinstem Aufschlag und bester Wiederverkaufbarkeit: Krügerrand, Maple Leaf, Wiener Philharmoniker (je 1 Unze) oder Barren von LBMA-zertifizierten Herstellern (Heraeus, Umicore). Faustregel: je größer die Einheit, desto kleiner der prozentuale Aufschlag — 1 Unze ist der Sweet Spot. Finger weg von „Sammlermünzen“ mit Fantasie-Aufschlägen.
Drei Optionen: Bankschließfach (ab ~50–100 €/Jahr, Versicherungssumme prüfen), Heimtresor (verankert, mit Hausrat-Zusatzdeckung) oder die Verwahrung beim Händler/ETC. Niemals: die Keksdose. Bei ETCs wie Xetra-Gold lagert das Gold im Tresor der Clearingstelle — dafür zahlst du geringe Verwahrgebühren.
Der Mix aus Inflationssorgen, geopolitischen Krisen und massiven Zentralbank-Käufen hat den Preis 2024/2025 auf Rekordjagd geschickt — allein 2025 legte Gold über 50 % zu, Anfang 2026 folgte das Allzeithoch, danach eine spürbare Korrektur. Genau diese Schwankungen zeigen: Auch Gold ist kein „sicherer“ Geradeaus-Wert, sondern gehört dosiert ins Depot.
Weitere Anlageklassen
Gold ist die Beimischung — hier sind die Renditemotoren.
Bis zu +110€ Bonus geschenkt
Neues Depot, Girokonto oder Krypto-App? Auf meiner Bonus-Seite sammle ich alle aktuellen Neukunden-Aktionen — in wenigen Minuten sicherst du dir mehrere hundert Euro Prämien.
Risikohinweis: Edelmetallpreise schwanken erheblich; historische Entwicklungen sind kein Indikator für künftige. Chart-Daten sind gerundete Jahresendwerte (indikativ). Keine Anlage- oder Steuerberatung.