Im September 2014 lag ich zum ersten Mal auf einer Liege bei CSL Plasma in Frankfurt. Neun Jahre später zeigt meine App 69 Spenden. Ich habe meine komplette Spendenhistorie durchgerechnet: Was hat mir das Plasmaspenden wirklich gebracht, wie haben sich die Beträge entwickelt, und warum spende ich heute nicht mehr? Hier sind meine echten Zahlen.
Meine Einnahmen auf einen Blick
2.189 €Einnahmen insgesamt
68Spenden mit Auszahlung
32 €im Schnitt pro Spende
9 JahreSeptember 2014 bis September 2023
Die Summe stammt aus der Spendenhistorie in der App „Mein CSL Plasma“. Zwei Dinge habe ich dabei bereinigt:
- Prämien fürs Werben herausgerechnet: Bei Auszahlungen über 50 € steckt eine Werbeprämie von 50 € für geworbene Spender drin. Die habe ich jeweils abgezogen, denn mit der Spende selbst hat sie nichts zu tun. Ohne diese Bereinigung wären es 2.939 €.
- Termine ohne Geld weggelassen: In der Historie stehen sieben Termine mit 0 €. Die zählen hier nicht mit, deshalb komme ich auf 68 bezahlte Spenden, während die App insgesamt 69 Spenden anzeigt.

So viel habe ich pro Jahr verdient
- 2014125 €6 Spenden
- 2015280 €12 Spenden
- 2016212 €8 Spenden
- 2017244 €11 Spenden
- 20180 €Pause
- 20190 €Pause
- 202066 €2 Spenden
- 2021567 €15 Spenden
- 2022435 €9 Spenden
- 2023260 €5 Spenden
Mein bestes Jahr war 2021 mit 567 € aus 15 Spenden. Richtig regelmäßig war ich aber nie: Zwischen September 2017 und August 2020 habe ich fast drei Jahre pausiert, und auch sonst gab es Monate ohne Termin. Wer wirklich jede Woche geht, kommt auf deutlich mehr. Bei bis zu 60 Spenden im Jahr wären allein mit der Grundentschädigung 1.500 bis 1.800 € drin.
Wie sich die Beträge entwickelt haben
Interessant finde ich, wie sich der Durchschnitt pro Spende verändert hat:
| Zeitraum | Spenden | Ø pro Spende |
|---|---|---|
| 2014 bis 2017 | 37 | 23 € |
| 2020 bis 2023 | 31 | 43 € |
In den ersten Jahren gab es bei mir meist 20 € pro Spende, ab und zu 22, 23 oder 30 €. Ab 2020 lagen viele Termine bei 23 bis 33 €. Heute zahlt CSL Plasma je nach Spendenmenge 25, 27 oder 30 €. Dass mein Schnitt in den letzten Jahren so viel höher liegt, liegt an den Boni und Aktionen, die einzelne Auszahlungen auch nach Abzug der Werbeprämien auf 70 bis 100 € gehoben haben. Die höchste bereinigte Auszahlung waren 128 € im Juli 2021.
Rechnet man die Zeit mit ein, sieht es so aus: Mit Anmeldung, Check, Spende und kurzer Pause war ich meistens 1 bis 1,5 Stunden im Center. Bei durchschnittlich 32 € sind das grob 20 bis 30 € pro Stunde, die Anfahrt nicht mitgerechnet. Für einen Nebenverdienst, bei dem man die meiste Zeit liegt und am Handy sein darf, finde ich das fair.
Wie ein Termin bei mir ablief
Der Ablauf war jedes Mal gleich: einchecken, Fragebogen am Terminal ausfüllen, kurzer Gesundheitscheck mit Gewicht, Temperatur, Blutdruck und Puls, dann ab auf die Liege. Gewogen wird vor jeder Spende neu, denn das Gewicht bestimmt, wie viel Plasma man spenden darf. Während der Spende darf man das Handy benutzen, dadurch vergeht die Zeit schnell. Danach gibt es die Entschädigung an der Kasse.
Ein Muster sehe ich in meinen Daten auch: Bis 2017 war ich am häufigsten freitags da, ab 2020 fast immer samstags zwischen 10 und 11 Uhr. 22 meiner 31 Spenden ab 2020 lagen auf einem Samstagvormittag. Für mich war das die Zeit, in der es sich am besten einplanen ließ.
Wie die Plasmaspende technisch funktioniert, also wie die Maschine das Plasma vom Blut trennt, zeigt die Animation auf meiner Seite Plasma spenden.
Meine Tipps nach 69 Spenden
- Viel trinken und vorher essen. Am Tag davor und am Spendetag reichlich Wasser, nicht nüchtern kommen. Dann läuft die Spende schneller und der Kreislauf macht mit.
- Feste Zeiten einplanen. Mir hat ein fester Termin am Wochenende geholfen. Wer nur spontan geht, spendet am Ende selten.
- Boni im Blick behalten. Die Aktionen in der App bringen oft mehr als ein paar Euro Unterschied bei der Grundentschädigung.
- An die Steuer denken. Ab 256 € im Jahr ist die gesamte Entschädigung steuerpflichtig, nicht nur der Teil darüber. Wer regelmäßig spendet, ist da schnell drüber. Mehr dazu auf der Seite Plasma spenden.
Warum ich nicht mehr spende
Seit ich Papa geworden bin, spende ich nicht mehr. Die Samstagvormittage, die früher fürs Plasmaspenden reserviert waren, verbringe ich heute lieber mit meiner Familie. Bereut habe ich die Zeit aber nicht: Neben dem Geld hat es mir gefallen, dass aus dem Plasma Medikamente für Menschen mit Immundefekten oder Gerinnungsstörungen entstehen.
Fazit
69 Spenden, 2.189 € ohne Werbeprämien und 2.939 € mit Werbeprämien: Für mich war Plasmaspenden ein unkomplizierter Nebenverdienst, den ich nebenbei am Handy überbrücken konnte. Reich wird man damit nicht, aber wer regelmäßig geht und die Boni mitnimmt, kommt auf ein ordentliches Taschengeld und hilft dabei anderen.
Wenn du selbst bei CSL Plasma anfangen willst: Als Neuspender bekommst du aktuell bis zu 150 € extra, wenn du bei der Anmeldung die Spendernummer eines Spenders angibst. Schreib mir auf Instagram, dann schicke ich dir meine. Fairerweise: Ich bekomme dafür 50 €, sobald du deine zweite Spende abgeschlossen hast. Alle Details stehen in meinem CSL Plasma Erfahrungsbericht.
Stand: 27.10.2026. Alle Beträge aus meiner eigenen Spendenhistorie bei CSL Plasma in Frankfurt, ohne Werbeprämien. Aktuelle Entschädigungen und Aktionen können abweichen. Keine Steuerberatung.
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