Vermögenswirksame Leistungen (VL) 2026: Anbieter-Vergleich & Rechner | Finanzherr

Die besten VL-Anbieter im Vergleich

Vier Anbieter, vier Konzepte: vom günstigen ETF-Sparplan bis zum Komplett-Service mit Robo-Advisor. Hier mein direkter Vergleich.

🏆 Finanzherr Tipp finvesto ETF-Sparplan ING Banksparplan Oskar Robo-Advisor Evergreen Robo-Advisor
Anlageform ETFs (frei wählbar) Banksparplan (Zinsen) ETF-Portfolio fertig ETF-Portfolio fertig
Renditeerwartung p.a. ~ 6–8 % ~ 1–2 % ~ 4–7 % ~ 4–7 %
Depotgebühr 20 € / Jahr 0 € 0,80–1,0 % p.a. 0,49 % p.a.
Sparplan-Gebühr 0,20 % pro Order 0 € inkl. inkl.
ETF-Auswahl ~ 750 VL-ETFs 10 Portfolios 6 Portfolios
Staatliche Zulage möglich
Eignet sich für Selbstentscheider Sicherheitsfans Komplett-Service-Suchende Nachhaltigkeits-Fans
Zu finvesto Zur ING Zu Oskar Zu Evergreen
💡 Schnellfazit: Wer das Maximum aus seinen VL herausholen will, kombiniert die 40 € vom Arbeitgeber mit der staatlichen Arbeitnehmersparzulage und investiert in einen ETF-Sparplan – am günstigsten und flexibelsten bei finvesto.

Was sind vermögenswirksame Leistungen eigentlich?

Kurz erklärt: VL sind Geld vom Arbeitgeber, das nicht aufs Konto fließt, sondern direkt in eine Geldanlage.

Vermögenswirksame Leistungen (kurz VL, auch VWL) sind ein zusätzlicher monatlicher Geldbetrag, den dein Arbeitgeber zusätzlich zu deinem Gehalt in eine Geldanlage deiner Wahl einzahlt. Du bekommst das Geld also nicht direkt auf dein Girokonto überwiesen – es wird stattdessen direkt in einen Sparplan, einen ETF, einen Bausparvertrag oder eine andere förderfähige Anlageform investiert.

Der Clou: VL sind eine Sozialleistung des Arbeitgebers, die für viele Beschäftigte tariflich oder im Arbeitsvertrag geregelt ist. Sie wirken sich also nicht auf dein Nettogehalt aus – im Gegenteil, sie kommen als „Geschenk" obendrauf. Trotzdem nutzen nur rund 60 % der Anspruchsberechtigten ihre VL überhaupt aus. Wer es nicht macht, lässt jedes Jahr bis zu 480 € liegen.

Die wichtigsten Eckdaten auf einen Blick

40 €
Max. monatlicher VL-Beitrag
480 €
Maximaler Jahreszuschuss
7 Jahre
Mindestlaufzeit (6 + 1)
80 €
Arbeitnehmersparzulage p.a.

Wer hat Anspruch auf vermögenswirksame Leistungen?

Grundsätzlich gilt: Wenn dein Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag VL vorsieht, hast du Anspruch darauf – musst sie aber aktiv einfordern.

Anspruch auf VL haben grundsätzlich alle sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer, deren Arbeits- oder Tarifvertrag eine entsprechende Regelung enthält. Das gilt für Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigte, oft auch für Auszubildende, Beamte und Soldaten. Praktikanten und Minijobber haben in der Regel keinen Anspruch, es sei denn, der Tarifvertrag sieht das explizit vor.

Die Höhe der VL ist nicht gesetzlich festgeschrieben, sondern wird durch den Tarifvertrag oder den individuellen Arbeitsvertrag geregelt. Üblich sind Beträge zwischen 6,65 € und 40 € pro Monat – wobei 40 € auch das gesetzliche Maximum für die staatliche Förderung darstellt. Im öffentlichen Dienst (TVöD) sind beispielsweise 6,65 € monatlich vorgesehen, in der Metallindustrie (IG Metall) 27 € und im Bankensektor häufig die vollen 40 €.

⚠️ Wichtig: Dein Arbeitgeber zahlt VL nicht automatisch. Du musst sie aktiv beantragen – im Personalbüro oder direkt in der Lohnabrechnung. Lege dazu deinem Arbeitgeber den VL-Vertrag deines gewählten Anbieters vor.

Aufstocken aus eigener Tasche

Zahlt dein Arbeitgeber weniger als die maximal förderfähigen 40 €, kannst du den Rest aus deinem Netto-Einkommen aufstocken. Beispiel: Dein Chef gibt dir 26,59 € VL, du legst monatlich 13,41 € aus eigener Tasche dazu – schon nutzt du die volle Förderung. Auch wenn dein Arbeitgeber gar keine VL zahlt, kannst du theoretisch komplett selbst einen VL-Vertrag abschließen und die staatliche Zulage einstreichen.

Die Arbeitnehmersparzulage: Geld vom Staat obendrauf

Wer ETFs oder Aktienfonds bespart und unter bestimmten Einkommensgrenzen liegt, bekommt zusätzlich eine staatliche Zulage von bis zu 80 € pro Jahr.

Wenn du deine VL in einen Aktien- oder ETF-Sparplan investierst, fördert dich der Staat zusätzlich mit der sogenannten Arbeitnehmersparzulage. Diese beträgt 20 % von maximal 400 € pro Jahr, also bis zu 80 € pro Jahr – geschenkt vom Finanzamt.

Voraussetzungen für die Zulage

Damit du die Arbeitnehmersparzulage bekommst, musst du folgende Bedingungen erfüllen:

  • Dein zu versteuerndes Einkommen darf 40.000 € (Singles) bzw. 80.000 € (Verheiratete) pro Jahr nicht übersteigen.
  • Die VL müssen in eine förderfähige Anlage fließen – also Aktien-, ETF- oder Investmentfonds (kein Banksparplan).
  • Du musst die Zulage jährlich in deiner Steuererklärung beantragen (Anlage VL).
  • Die 7-Jahres-Sperrfrist (6 Jahre einzahlen + 1 Jahr ruhen lassen) muss eingehalten werden.

Für Bausparverträge als VL gibt es eine separate Wohnungsbauprämie, allerdings nur 9 % von max. 470 € und mit anderen Einkommensgrenzen (17.900 € / 35.800 €).

💡 Rechenbeispiel: Single, 35.000 € zu versteuerndes Einkommen, bekommt 40 € VL/Monat vom Arbeitgeber, investiert in einen ETF. Pro Jahr: 480 € vom Chef + 80 € staatliche Zulage = 560 € Geschenk – ganz ohne eigene Einzahlung. Über 7 Jahre macht das alleine 3.920 € – plus die Rendite des ETFs.

Welche Anlageform passt zu dir?

VL können in verschiedene Produkte fließen – die Wahl entscheidet über Rendite, Risiko und staatliche Förderung.

1. ETF-Sparplan (klare Empfehlung)

Die renditestärkste Variante mit voller staatlicher Förderung. Du kaufst monatlich Anteile eines breit gestreuten Aktien-ETFs (z. B. MSCI World oder FTSE All-World) und profitierst langfristig von den Renditen des Aktienmarkts (historisch ca. 6–8 % p. a.). Schwankungen gehören dazu, aber bei der Mindestlaufzeit von 7 Jahren ist das in den allermeisten historischen Zeiträumen kein Problem gewesen.

2. Banksparplan

Der sicherste, aber renditeärmste Weg. Klassische Zinsanlage mit garantiertem Kapitalerhalt – aber meist nur 1–2 % p. a. Zinsen. Vorteil: keine Schwankungen, keine Kursverluste. Nachteil: keine Arbeitnehmersparzulage, weil nicht in Aktienfonds investiert wird. Eignet sich nur, wenn du absolute Sicherheit willst und auf die staatliche Förderung verzichten kannst.

3. Bausparvertrag

Sinnvoll, wenn du in den nächsten 7–15 Jahren eine Immobilie kaufen oder modernisieren willst. Du sicherst dir günstige Zinsen für ein späteres Darlehen. Die Rendite während der Ansparphase ist allerdings sehr niedrig (oft unter 1 %). Die Wohnungsbauprämie als Ersatz für die Arbeitnehmersparzulage ist nett, aber kein Hebel für Vermögensaufbau.

4. Tilgung eines Baudarlehens

Hast du einen Immobilienkredit am Laufen, kannst du deine VL direkt zur Sondertilgung nutzen – als „Rendite" sparst du dir die Hypothekenzinsen. Für viele Eigenheimbesitzer ist das eine smarte Option, wenn die Zinsen hoch sind.

5. Robo-Advisor (Oskar, Evergreen)

Robo-Advisor sind eine Komplettlösung für alle, die sich nicht selbst um die ETF-Auswahl kümmern wollen. Du beantwortest ein paar Fragen zu Risikobereitschaft und Anlagedauer, der Algorithmus baut dir ein Portfolio zusammen und kümmert sich um Rebalancing. Bequem, aber teurer als ein DIY-ETF-Sparplan: 0,5–1,0 % p. a. zusätzliche Gebühr fressen langfristig Rendite.

VL-Rechner: Wie viel kommt am Ende raus?

Spiel mit den Werten herum: Sparrate, Laufzeit und Rendite kannst du frei einstellen. Der Rechner zeigt dir, was dein VL-Vertrag am Ende wert sein könnte.

40,00 €
Max. förderfähig: 40 € (Arbeitgeber + ggf. Eigenanteil)
7 Jahre
Mindestens 7 Jahre (6 ansparen + 1 ruhen)
6,0 %
Bank: 1–2 % · ETF historisch: 6–8 %
Bei ETF-Sparplan + Einkommen unter 40.000 € (Single)
Eingezahlt
Staatliche Zulage
Rendite
Endwert
Eigene Einzahlungen + Zulage + Zinsen / Kursgewinne

Meine persönliche Empfehlung

Welcher Anbieter passt zu welchem Typ Sparer? Hier meine ehrliche Einschätzung nach jahrelanger Erfahrung.

🏆 Für Selbstentscheider: finvesto

Meine klare Nummer eins für 2026. finvesto (Marke der FNZ Bank, ehemals ebase) ist der einzige große Anbieter mit einer riesigen Auswahl an VL-fähigen ETFs – über 750 Stück, inklusive der Klassiker wie MSCI World, FTSE All-World oder S&P 500. Du zahlst zwar 20 € Depotgebühr pro Jahr und 0,2 % pro Sparplanausführung, aber bei den niedrigen ETF-Kosten (TER ~0,20 %) ist das immer noch deutlich günstiger als jeder Robo-Advisor.

🏦 Für Sicherheitsfans: ING Banksparplan

Wenn du mit Kursschwankungen nicht klarkommst und absolute Sicherheit willst, ist die ING ein solider Anbieter für einen VL-Banksparplan. Kapitalerhalt ist garantiert, dafür musst du Renditeerwartungen runterschrauben. Wichtig: keine Arbeitnehmersparzulage möglich, weil keine Aktienanlage. Wer auf die 80 € verzichten kann und seelenruhig schlafen will, fährt damit ordentlich.

🤖 Für Komfort-Fans: Oskar

Oskar ist der bequemste Weg ins VL-Sparen: Anmelden, Risikoklasse wählen, fertig. Der Robo-Advisor managt dein Portfolio automatisch. Nachteil: Die 1 % Servicegebühr p. a. drückt langfristig auf die Rendite – bei 7 Jahren Laufzeit und 3.500 € Endwert sind das ca. 250 € weniger als bei finvesto. Auch wichtig: Bei Oskar gibt es keine staatliche Zulage, weil die Sperrfrist nicht eingehalten wird. Nur sinnvoll, wenn du eh über der Einkommensgrenze liegst.

🌱 Für Nachhaltigkeits-Fans: Evergreen

Evergreen ist ein vergleichsweise junger Robo-Advisor mit Fokus auf nachhaltige Geldanlage. Die Gebühr (0,49 % p. a.) ist günstiger als bei Oskar, das Angebot aber kleiner. Vorteil: Auch hier ist die Arbeitnehmersparzulage möglich. Wenn dir grüne Geldanlage wichtig ist und du keinen DIY-ETF-Sparplan willst, ist Evergreen die solideste Robo-Alternative.

🎯 Mein Fazit: Wer maximalen Vermögensaufbau will, geht zu finvesto. Wer maximale Sicherheit will, zur ING. Robo-Advisor sind okay, kosten aber mehr und sind selten die beste Wahl, wenn du dich nur 30 Minuten in das Thema einarbeitest.

VL beantragen in 4 Schritten

Vom Anbieter-Auswählen bis zur ersten Einzahlung – so läuft das ab. Plan: ca. 30 Minuten Aufwand, einmalig.

1. Anbieter wählen und VL-Vertrag eröffnen

Entscheide dich für einen Anbieter (siehe Vergleich oben). Bei finvesto klickst du auf der Website auf „Jetzt VL-Sparen" – wichtig: nicht einfach ein normales Depot eröffnen, sondern explizit den VL-Vertrag! Du wählst einen ETF (z. B. iShares Core MSCI World, ISIN IE00B4L5Y983), gibst deine Daten ein und identifizierst dich per VideoIdent oder PostIdent.

2. VL-Vertrag beim Arbeitgeber einreichen

Nach Eröffnung bekommst du vom Anbieter eine VL-Bescheinigung – ein PDF mit deinen Vertragsdaten und der Bankverbindung. Diese reichst du in deiner Personalabteilung ein. Der Arbeitgeber überweist ab dem Folgemonat den vereinbarten Betrag direkt in deinen VL-Sparplan.

3. Sparrate festlegen (und ggf. aufstocken)

Zahlt dein Arbeitgeber weniger als 40 €, kannst du den Rest aus deinem Netto aufstocken, um die volle staatliche Förderung mitzunehmen. Das stellst du beim Anbieter im Sparplan ein – meist per Lastschrift von deinem Girokonto.

4. Jährliche Steuererklärung mit Anlage VL

Jedes Frühjahr bekommst du vom Anbieter eine elektronische VL-Bescheinigung, die automatisch ans Finanzamt übermittelt wird. Du musst nur in deiner Steuererklärung das Kreuzchen bei „Arbeitnehmersparzulage" setzen (Anlage VL bzw. „vermögenswirksame Leistungen" im ELSTER-Formular). Die Zulage wird gesammelt am Ende der 7 Jahre ausgezahlt.

⚠️ Achtung: Reicht dein Arbeitgeber deine VL-Bescheinigung weiter, ohne dass du die Zulage in der Steuer beantragst, verfällt diese! Das passiert öfter, als man denkt – also unbedingt jedes Jahr ans Eintragen denken.

FAQ · Häufige Fragen zu VL

Die typischen Fragen, die immer wieder gestellt werden – mit kurzen, ehrlichen Antworten.

Was passiert mit meinen VL, wenn ich den Arbeitgeber wechsle?

Dein VL-Vertrag läuft ganz normal weiter – er gehört dir, nicht dem Arbeitgeber. Du musst nur dem neuen Arbeitgeber die VL-Bescheinigung deines Anbieters geben, dann zahlt er ab dem nächsten Monat den vereinbarten Betrag ein.

Wenn der neue Arbeitgeber gar keine VL zahlt, kannst du den Vertrag aus eigener Tasche weiterbesparen oder ihn beitragsfrei stellen. In beiden Fällen behältst du den Anspruch auf die Arbeitnehmersparzulage.

Was passiert, wenn ich arbeitslos werde?

Bei Arbeitslosigkeit fällt die Arbeitgeberzahlung weg. Dein VL-Vertrag bleibt aber bestehen. Du hast zwei Möglichkeiten: entweder stellst du den Vertrag beitragsfrei (kostenlos, kein Verlust der Zulage) oder du sparst aus eigener Tasche weiter, falls du dir das leisten kannst.

Wichtig: Eine vorzeitige Kündigung in einer wirtschaftlich schwierigen Phase ist meistens keine gute Idee – du verlierst dadurch die staatliche Zulage.

Kann ich meinen VL-Vertrag vorzeitig kündigen?

Ja, eine vorzeitige Auflösung ist jederzeit möglich. Allerdings gibt es zwei Haken: Erstens verlierst du die Arbeitnehmersparzulage komplett. Zweitens berechnen viele Anbieter (z. B. finvesto) eine Auflösungsgebühr von ca. 10 €.

Ausnahmen, bei denen du auch vorzeitig ohne Zulagenverlust auf dein Geld zugreifen darfst: Heirat, Tod, vollständige Erwerbsunfähigkeit, mindestens einjährige Arbeitslosigkeit nach Ablauf des Sparzeitraums.

Was ist die 6+1-Regel genau?

Die Mindestlaufzeit eines VL-Vertrags beträgt 7 Jahre: 6 Jahre lang zahlst du (oder dein Arbeitgeber) jeden Monat ein, im 7. Jahr ruht der Vertrag – es wird also nicht weiter eingezahlt, aber auch nicht ausgezahlt. Erst nach Ablauf des 7. Jahres bekommst du den vollständigen Sparbetrag inklusive Zinsen/Gewinne und der staatlichen Zulage ausgezahlt.

Nach Ablauf kannst du den Vertrag einfach weiterlaufen lassen (ohne neue Einzahlungen, das Depot bleibt bestehen) oder dir das Geld auf dein Girokonto auszahlen lassen.

Lohnen sich VL überhaupt bei nur 6,65 € im Monat?

Ja, definitiv. Auch bei einem geringen Arbeitgeberbeitrag von 6,65 € sind das knapp 80 € pro Jahr „geschenkt" – über 7 Jahre also fast 560 € ohne eine Cent eigene Einzahlung. Wenn du gleichzeitig auf 40 € aufstockst, bekommst du außerdem die volle staatliche Zulage von 80 € pro Jahr.

Faustregel: Selbst der kleinste VL-Beitrag ist mehr wert, als ihn liegen zu lassen. Es gibt keine andere Geldanlage, bei der du schon vor dem ersten Tag eine 100 % Rendite auf den eingezahlten Betrag bekommst.

Was passiert nach den 7 Jahren?

Nach Ablauf des Sparzeitraums kannst du frei über dein Geld verfügen. Drei Optionen:

1. Auszahlen lassen: Der komplette Betrag wandert auf dein Girokonto.
2. Im Depot belassen: Bei finvesto z. B. läuft das Depot ganz normal weiter – ohne VL-Spezifika, einfach als regulärer ETF-Sparplan.
3. Neuen VL-Vertrag starten: Du beginnst einen frischen 7-Jahres-Zyklus mit neuer Förderung.

Die meisten Finanzprofis empfehlen Option 2 oder 3 – dein Geld arbeitet weiter für dich und du sicherst dir erneut die staatliche Zulage.

Welche ETFs eignen sich am besten für VL?

Klassische Empfehlungen sind weltweit gestreute ETFs mit niedrigen Kosten:

iShares Core MSCI World (ISIN IE00B4L5Y983) – Industrieländer, ~1.500 Aktien, TER 0,20 %.
Vanguard FTSE All-World (ISIN IE00BK5BQT80) – inkl. Schwellenländer, ~3.700 Aktien, TER 0,19 %.
Xtrackers MSCI World (ISIN IE00BJ0KDQ92) – Alternative zum iShares, sehr ähnliche Performance.

Für die VL-Anlage sind thesaurierende Varianten (Gewinne werden reinvestiert) sinnvoll, weil du dadurch den Zinseszinseffekt voll ausnutzt. Mehr Infos und Vergleiche auf meiner ETF-Seite.

Kann ich mehrere VL-Verträge gleichzeitig haben?

Theoretisch ja, aber praktisch macht das selten Sinn. Pro Jahr kannst du insgesamt maximal 480 € VL einzahlen (40 € × 12 Monate) und maximal 400 € davon zur staatlichen Förderung anmelden. Wenn du also zwei Verträge bedienst, splittest du nur den Betrag – die Förderung bleibt gleich.

Mehrere Verträge lohnen sich höchstens, wenn du parallel zur ETF-Anlage z. B. einen Bausparvertrag abschließt und beide Förderungen (Arbeitnehmersparzulage + Wohnungsbauprämie) mitnehmen willst. Aber Vorsicht: doppelter Verwaltungsaufwand und meist nicht der größte Hebel.

Muss ich die VL versteuern, wenn ich sie ausgezahlt bekomme?

Die VL selbst wurden bereits versteuert (sie sind Teil deines Bruttolohns), also fällt darauf keine erneute Steuer an.

Auf die Kursgewinne und Dividenden deines ETF-Sparplans zahlst du allerdings Kapitalertragsteuer (25 % + Soli + ggf. Kirchensteuer). Bei einem deutschen Broker wird das automatisch abgeführt. Dein Sparerpauschbetrag von 1.000 € (Ledige) bzw. 2.000 € (Verheiratete) gilt natürlich auch hier – also Freistellungsauftrag nicht vergessen!

Was ist der Unterschied zwischen VL und betrieblicher Altersvorsorge?

Beides sind „Geld vom Chef", aber für unterschiedliche Zwecke:

VL sind ein kurz- bis mittelfristiger Vermögensaufbau (7-Jahres-Zyklus), den du flexibel anlegen und nach Ablauf frei nutzen kannst. Die Förderung ist überschaubar (max. 80 € Zulage), aber dafür sehr unkompliziert.

Die betriebliche Altersvorsorge (bAV) ist eine echte Rentenanlage mit deutlich höheren möglichen Sparbeträgen und steuerlicher Förderung in der Ansparphase. Allerdings ist das Geld bis zur Rente gebunden und die Auszahlung dann komplett zu versteuern. Beides schließt sich nicht aus – die meisten Arbeitnehmer nutzen beide Bausteine parallel.

Übrigens: Bonus für Neukunden mitnehmen

Wenn du sowieso ein neues Konto, Depot oder eine Kreditkarte eröffnest – warum nicht direkt den Anbieterbonus mitnehmen?

Bis zu 1.200 € Bonus geschenkt

Auf meiner Bonus-Seite sammle ich alle aktuellen Aktionen für Girokonten, Depots, Kreditkarten und Krypto-Apps. Mit nur wenigen Minuten Aufwand kannst du dir mehrere hundert Euro Prämien sichern – komplett unabhängig von deinem VL-Vertrag.

Zu den Bonus-Links →

Bei mit (*) markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Durch die Nutzung dieser Links entstehen für dich keine Mehrkosten – Finanzherr erhält jedoch eine kleine Provision. Alle Informationen wurden mit größter Sorgfalt recherchiert (Stand: ), stellen aber keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Förderungen, Einkommensgrenzen und Konditionen können sich ändern. Bei individuellen Fragen wende dich an einen Steuerberater oder qualifizierten Anlageberater.